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Tanghe Printing: JDF: Unterstützt Wettbewerbsvorteile PDF-Version:als PDF öffnen / Pressestimmenmehr Info
Tanghe Printing ist seit März 2004 die erste JDF vernetzte Druckerei in den Benelux-Ländern. Nachdem im Januar die HIFLEX-Branchensoftware im Betrieb eingeführt wurde, konnte bereits zwei Monate später die JDF-Vernetzung mit den Komori Druckmaschinen in Betrieb genommen werden. Die Effekte sind Zeit- und Kostenersparnis durch zentrale, einmalige Datenerfassung, mehr Transparenz der Produktion und eine Produktionssteigerung im Druckbereich.

Patrick Tanghe  
Patrick Tanghe verfolgt die Real-Time-Produktion von seinem Arbeitsplatz aus mittels HIFLEX

Patrick Tanghe, Geschäftsführer der Tanghe Printing sagt, "Durch die JDF-Vernetzung zwischen HIFLEX und Komori haben wir Rationalisierungen umgesetzt und einen wichtigen Wettbewerbsvorteil realisiert. Wir können jetzt noch besser die Terminforderungen unserer Kunden erfüllen. Das liegt natürlich auch an unserer Auftragsstruktur mit kleinen Auflagen und entsprechend vielen Auftragswechseln."

Leichter Umstieg auf die NGP
Tanghe Printing ist eine moderne Bogenoffset-Druckerei mit ca. 50 Mitarbeitern. Das Leistungsspektrum umfasst heute neben dem Offsetdruck (Geschäftsberichte, Zeitschriften, Bücher, Werbemittel und Kalender) auch alle dafür erforderlichen Prepress-Dienstleistungen. Ein CTP-Workflow ist vorhanden. Gedruckt wird auf einer Komori Lithrone 440 (4-Farben 72x102) und einer Komori Lithrone 40S (5-Farben mit Lack 72x102). Für die JDF-basierende Vernetzung der beiden Bogenoffsetmaschinen im 3B-Format war kein Hardware-Upgrade, sondern lediglich eine Softwareaktualisierung des Maschinenleitstand-Systems K-Station erforderlich.

Druckmaschinenauslage der Komori Lithrone  
Tanghe Printing hat sich auf die Produktion von hochqualitativen Drucksachen wie Geschäftsberichte, Zeitschriften, Bücher, Werbemittel und Kalender spezialisiert.

Der jetzt bei der Belgischen Druckerei vollzogenen Vernetzung der Produktion via JDF war die Einführung der HIFLEX-Branchensoftware im Januar vorausgegangen. "Für die Inbetriebnahme der HIFLEX Branchensoftware brauchten wir nur wenige Wochen. Vorher benutzen wir viele verschiedene Systeme, die in Ihrer Summe eine ähnliche Funktionalität boten wie das HIFLEX System. Aber die eingesetzten Systeme arbeiteten nicht integriert. Durch HIFLEX haben wir jetzt eine gesamtbetriebliche Lösung, die alle Bereiche abdeckt und so redundante Arbeitsschritte einspart, eine konsistente Datenbasis bildet und bessere Entscheidungsgrundlagen bietet. Die Vorteile in der täglichen Arbeit sind so offensichtlich, dass das System vom ersten Tag von allen Mitarbeitern voll akzeptiert wurde", sagt Patrick Tanghe. "Durch die JDF Vernetzung wollten wir vor allem die Effizienz steigern, erneute Datenerfassungen vermeiden und unsere Wettbewerbsposition stärken."

"Die betriebliche Vernetzung zu koordinieren und zu managen ist Aufgabe des Produktionsplanungs- und -steuerungssystems, das als Prozessleitrechner fungiert", ergänzt Stefan Reichhart, Geschäftsführer von HIFLEX. "Die genaue Fertigungsbeschreibung wird im Rahmen der Vor- bzw. Auftragskalkulation generiert. Über die JDF-Schnittstelle werden die einmal im HIFLEX-System erfassten Daten der Komori K-Station zur Verfügung gestellt", so Harry Adams, Produktmanager für K-Station in Komoris Europazentrale in Utrecht.

Unübertroffene Transparenz
Die HIFLEX-Disposition dient der Produktionsoptimierung und Terminsteuerung und ist zugleich der JDF-Prozessleitrechner im Produktionsablauf. Zur tages- und schichtgenauen Einplanung ist ein Betriebsschichtkalender integriert, der bei Änderungen der Kapazitäten (Störungen oder Sonderschichten) kurzfristig angepasst wird. Die aus der Kalkulation übernommenen Zeitwerte stehen der Disposition für die einzelnen Kostenstellen bogen- bzw. signaturweise zur Verfügung. So ist gewährleistet, dass Aufträge z. B. bogenweise auf verschiedenen Druckmaschinen produziert oder Signaturen aufgesplittet werden können.

Druckbogenprüfung  
Qualitätskontrolle und -regelung direkt an der Druckmaschine

"Das HIFLEX Workflow Konzept gab uns die Möglichkeit interne Kommunikationsprozesse zu standardisieren und auf Knopfdruck alle relevanten Informationen verfügbar zu machen. Der Produktionsmanager kann heute direkt den Status der Druckvorstufe verfolgen, den Lagerbestand abrufen oder diverse kunden- und auftragsrelevante Daten einsehen", sagt Patrick Tanghe. "Wir schätzen die HIFLEX Disposition als präzise Planungsinstrument. Es erhöht die Transparenz unserer Produktionsprozesse und steigert unsere Flexibilität. Plötzliche Umplanungen der Produktion sind viel einfacher und übersichtlicher geworden."

Automatischer Datentransfer
Nach dem Datentransfer der Auftragsdaten in K-Station werden über ein Hotfoldersystem die CIP3-Daten aus der Druckvorstufe geladen. Mittels maschinenspezifischer Umrechnungskurven und unter Beachtung der Bedruckstoffe werden u. a. die Farbzonenvoreinstellwerte ermittelt.

Standort von Tanghe Printing  
Tanghe Printing ist im belgischen Komen, nur wenige Kilometer vor der Französischen Grenze ansässig.

An der Druckmaschine wird eine entsprechende Auftragsliste angezeigt. Der Drucker wählt den Auftrag aus und es werden JDF-Voreinstelldaten, bzw. Wiederholdaten mit allen Einstellungen in die Maschine geladen. Der Datenaustausch zwischen KOMORI und HIFLEX erfolgt bidirektional. Während der laufenden Produktion wird der Maschinenstatus in Echtzeit via JDF/JMF an die HIFLEX-Produktionssteuerung zurückgemeldet. Dabei werden Status, Geschwindigkeit und produzierte (Gut-) Menge im HIFLEX-System angezeigt. So bleibt der Produktionsfortschritt für den Disponenten und den Innendienst jederzeit transparent.

"Während Maschinendaten wie Geschwindigkeit und Zählerstand über JDF/JMF direkt an die Plantafel zurückgemeldet werden, erfolgt die Rückmeldung für betriebswirtschaftliche Auswertungen und Statistiken zum Auftrag über die HIFLEX-Software", so Stefan Reichhart von HIFLEX. "Mit der Installation des JDF-Workflows bei Tanghe Printing haben wir eine bespielgebende Referenzlösung geschaffen. Weitere Installation mit Komori sind bereits geplant." Neben dem JDF-Datenaustausch mit Druckmaschinen bei Tanghe Printing hat HIFLEX bereits JDF-Anbindungen an die Vorstufe und die Weiterverarbeitung in diversen Kundeninstallationen realisiert.

HIFLEX screenshot  

Die Abbildung zeigt die Planung der Auftragsreihenfolge in der HIFLEX-Disposition, die zugleich als JDF-Controller fungiert. In der unteren linken Ecke werden die Maschineninformationen angezeigt, die via JDF/JMF von den Komori Druckmaschinen empfangen werden