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Die Neidhart + Schön Group in Zürich hat mit der Implementierung des Job Definition Formats
(JDF) eine neue Ära der unternehmensweiten Vernetzung eingeläutet. Unterstützung erfährt Neidhart + Schön dabei von Creo, HIFLEX und MAN Roland, die bei der Realisation der Vernetzung an einem Strang ziehen. Mittlerweile gibt es zwischen dem Innendienst, der Vorstufe und dem Druck einen nahtlosen digitalen Informationsaustausch, der mehr Transparenz sowie präzisere und effizientere Abläufe bringt. |
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Der Geschäftsführer Olivier Neidhart erläutert seine Unternehmensphilosophie: "Der
Gruppengedanke ist uns sehr wichtig. Dazu integrieren wir unternehmensübergreifende
Geschäftsprozesse und eröffnen unseren Kunden im Sinne der Cross-Media-Produktion erhebliche Synergiepotenziale." In den letzten zehn Jahren konnte die Offsetdruckerei der Gruppe ihren Umsatz mehr als verdoppeln - und das bei unverändertem Personalbestand. |
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Neidhart + Schön setzt das Management-Informationssystem (MIS) HIFLEX Print für
unterschiedliche Aufgaben ein: Angebots-, Kalkulations- und Rechnungswesen, Produktionsplanung und Betriebsdatenerfassung. Mit dem HIFLEX-MIS werden Kunden- und Auftragsdaten erfasst und verwaltet, die technischen Daten daraus in die integrierte Produktionsplanung überführt und anschließend der Produktion zugeleitet. In Gegenrichtung fließen Informationen für Nachkalkulation, Kostenrechnung und statistische Zwecke. |
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Daniel Schnyder, Leiter Technik und Gesamtproduktion: "Uns kam es darauf an, die JDF-basierende
Kommunikation ohne große technische Aufrüstung der vorhandenen Infrastruktur einführen zu
können." Wichtig war ihm auch die solide Konzeption des Projektes gemeinsam mit Creo, HIFLEX
und MAN Roland. Dank der gründlichen Vorbereitung nahm die Einrichtung der JDF-Kommunikation
inklusive Installation und Schulung lediglich drei Arbeitstage in Anspruch. |
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In der Druckvorstufe wurden die ausgabeorientierten Produktionsabläufe mit einem
Prinergy-Workflow-Management-System von Creo auf eine JDF-kompatible Basis gestellt. Im Drucksaal war
an der Sieben- und der Fünffarben-Roland 700-Bogenoffsetmaschine kein Hardware-Upgrade, sondern
lediglich eine Softwareaktualisierung des PECOM-Systems erforderlich. |
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Die Vernetzung zwischen HIFLEX Print und dem Creo Prinergy-System wurde über das
Creo-Softwaremodul Synapse Link bzw. den HIFLEX JDF Controller realisiert. Dabei wird die
Zweiwege-Kommunikation von JDF- und dynamischen JMF-Daten unterstützt. Dank dieser Verbindung
lassen sich neue Prinergy-Jobs unmittelbar aus dem HIFLEX-MIS heraus anlegen, was wiederholte
Dateneingaben erübrigt. Andererseits kann Prinergy über die JDF-Schnittstelle von Creo das
MIS in Echtzeit mit Produktionsdaten versorgen. Dazu zählen beispielsweise exakt protokollierte
Informationen über die Seitenfreigaben, die Prozesszeiten und den Materialverbrauch. |
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MAN Roland hat in das PECOM-System ebenfalls eine JDF-Schnittstelle integriert. Das HIFLEX-MIS kann
dem PECOM-System die für den Druck relevanten Parameter online zur Verfügung stellen und in
der Gegenrichtung von den Druckmaschinen ständig aktuelle Ereignis-Informationen empfangen. |
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Mit der Einführung von JDF hat die Arbeit an den HIFLEX-Arbeitsplätzen keinen grundlegenden
Wandel erfahren. Der zuständige Innendienstmitarbeiter legt wie bisher einen Auftrag mit seinen
Parametern an. Nach der Auftragserteilung wird die HIFLEX Disposition über die Zwischen- und
Endtermine informiert. Gleichzeitig legt das HIFLEX Print-System einen Job in Prinergy an. Hat der
Kunde sein "Gut zum Druck" erteilt, werden aus der HIFLEX-Disposition heraus die Daten
für das PECOM-System geschrieben. Der JobPilot von PECOM erhält Informationen über den
Kunden, das Produkt, das Format, die Auflage, das Papier, die Anzahl der Druckplatten bzw. Farben usw.
Die Übergabe der von Creo PrintLink erzeugten Daten für die Farbzonenvoreinstellung erfolgt
wie bisher über ClP3-Dateien. |
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Prinergy protokollierte schon bisher die einzelnen Vorgänge, Verarbeitungsschritte und den
Materialverbrauch. Über die JDF-Schnittstelle werden diese Informationen jetzt automatisch an das
HIFLEX Print-System übermittelt. Die Disposition und Terminplanung ist über den Auftragsstatus
jederzeit aktuell informiert. Die auftragsbezogenen Arbeitszeiten gibt jeder Mitarbeiter in der
Produktion direkt in die Betriebsdatenerfassung des HIFLEX Print-Systems ein. |
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Auch die Druckmaschinen sind in den Informationsaustausch einbezogen. Zum einen schickt HIFLEX
kaufmännische (Auftragsbezeichnung, Kunde) und technische Daten (Format, Farben, Grammatur,
Papierstärke) zur Maschinenvoreinstellung ans PECOM-System. Zum anderen meldet PECOM von sich aus
diverse maschinenbezogene Ereignisse zum MIS. Zusätzlich kann das Maschinenpersonal auf Knopfdruck
bis zu 45 verschiedene Betriebsdaten-Events an das HIFLEX Print-System übertragen. |
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Daniel Schnyder sagt' "DF erspart uns alleine in der Druckvorstufe pro Auftrag bis zu zwei
Minuten. Bei zehn bis 15 Jobs pro Tag ergibt dies eine Einsparung von 20 bis 30 Minuten und im
Drucksaal ist der Effekt noch größer." Hochgerechnet auf ein Jahr dürfte das
Einsparungspotenzial in der jetzigen Ausbaustufe nur durch vermiedene Mehrfacheingaben zwischen 300 und
400 Mannstunden betragen. |
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Positiv wird bei Neidhart + Schön auch die gestiegene Qualität der Daten und die daraus
resultierende Transparenz der Produktion beurteilt. Somit lassen sich sowohl einzelne Aufträge,
Auftragsänderungen als auch ganze Prozesse genau analysieren. Dies bildet eine solide Grundlage
für unternehmerische Entscheidungen. Außerdem können die Aufträge präziser
abgerechnet werden. |
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Bei Neidhart + Schön gibt es bereits Ideen, wie die Vernetzung weiter vorangetrieben werden
könnte. Auf der Wunschliste steht beispielsweise das vollautomatische, JDF-gestützte
Ausschießen der Aufträge anhand der vom Innendienst in der HIFLEX-Produktionsplanung definierten
Parameter. |
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Ein weiteres Ziel ist die Automatisierung der Just-in-time-Anlieferung des Papiers. "Hier in
Zürich haben wir mit sehr hohen Platzkosten zu kämpfen. Wir stellen uns vor, dass künftig
beim ,Gut-zum-Druck' eines Auftrags quasi gleichzeitig der Papierzugang erfolgt. So könnten wir
die Kosten für Lagerung und Logistik deutlich senken." |
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Die nächsten Schritte in die Networked Graphic Production'" werden schon gemeinsam mit Creo,
HIFLEX und MAN Roland diskutiert und in den kommenden Monaten umgesetzt. Für die Verantwortlichen
bei Neidhart + Schön steht eines außer Frage: Bei allen künftigen Investitionsvorhaben wird
die JDF-Kompatibilität ganz oben stehen. |
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