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Kraft Druck: Kraft Druck und Verlag Produziert Vernetzt PDF-Version:als PDF öffnen / Pressestimmenmehr Info
Eine ähnliche Konstellation wie bei Neidhart + Schön in Zürich ist auch bei der Kraft Druck und Verlag GmbH zu finden. Die in Ettlingen beheimatete Bogenoffsetdruckerei (18 MAN Roland-Druckwerke im 3B-Format) hat die ersten Schritte in die JDF-Vernetzung zurückgelegt.
Thomas Brickwedde, Leiter Verkaufsinnendienst bei Kraft und verantwortlich für IT-Projekte, zeichnet das Bild eines vor zehn Jahren eingeleiteten, organischen Wachstums in die Vernetzung. Einige wichtige Stationen: 1994 Einstieg in CtF, 1995 Einführung der HIFLEX-Branchensoftware und der Echtzeit-Betriebsdatenerfassung (BDE), 1999 Start von CtP (Creo Lotem) und elektronischer Auftragstasche, 2001 elektronische Dokumentenmappe, 2003 Creo Prinergy-Workflow, Generierung von CIP3-Farbvoreinstelldaten zur Übergabe an die Pecom-Druckmaschinenleitstände, JDF-gestützte Vernetzung von HIFLEX Print mit Prinergy und Pecom.

Thomas Brickwedde: »Die digitale Verknüpfung der Systeme hat in der Druckvorstufe zur Folge, dass die in der Verkaufsabteilung angelegten Aufträge auch in Prinergy automatisch (statt früher manuell) angelegt werden. Ebenso werden die Verarbeitungszeiten und die in der Druckvorstufe verbrauchten Materialien (Farbproofs, Formproofs, Platten) nun automatisch auftragsbezogen erfasst und zu HIFLEX zurückgemeldet. Im Drucksaal zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Einstellungen in PECOM erfolgen nun vollautomatisch statt wie zuvor von Hand. Dazu gehört das Anlegen von Aufträgen und Unteraufträgen sowie das Zuweisen der Informationen für die Farbzonenvoreinstellung zu den Druckbogen.«

Seit Oktober 2003 läuft die JDF-integrierte Produktion bei Kraft Druck auf diesem Niveau.Was es in puncto Kosten an Vorteilen bringt, kann Thomas Brickwedde derzeit noch nicht exakt beziffern, er nennt jedoch einiges an Zeitersparnis durch das Wegfallen von Mehrfacheingaben sowie das Vermeiden von Eingabefehlern und Versäumnissen. Die Produktionsverfolgung in Echtzeit war und ist für Kraft Druck ein bedeutender Aspekt des Vernetzungskonzeptes. Dies wurde bereits vor Jahren durch die Einführung von BDE-Terminals in allen Produktionsabteilungen realisiert. So hat JDF der Druckerei in dieser Hinsicht zwar keine grundlegend neuen Potenziale eröffnet, doch wurde die bislang manuelle Betriebsdatenerfassung automatisiert, was gleichfalls eine Zeitersparnis mit sich brachte. Thomas Brickwedde lässt keinen Zweifel daran, dass Kraft Druck bei der JDF-Vernetzung auf Kurs bleibt. Als nächstes ist in Ettlingen die Druckweiterverarbeitung an der Reihe. Auch hier hat HIFLEX bereits einschlägige Erfahrung: Müller Martini Sammelhefter neuer Baureihe können mit dem HIFLEX-System vernetzt werden. Wir werden im nächsten Heft darüber berichten.