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KBA und HIFLEX realisieren in München gemeinsam digitalen Workflow - Auch bei der Mediengruppe Universal in München stehen die Zeichen auf digitale Vernetzung. Im Januar wurde mit der HIFLEX-
Branchensoftware gestartet und bereits im Februar ging die JDF Vernetzung mit KBA Logotronic professional in Betrieb. |
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Die Mediengruppe Universal ist eine moderne ISO-zertifizierte Bogenoffset-Druckerei mit ca. 50 Mitarbeitern und geht auf
den Zusammenschluss von vier Münchener Druckereien im Frühjahr 2000 zurück: E. Mühlthaler’s Buch- und Kunstdruckerei
GmbH (gegründet 1850), Manz Druck GmbH (gegründet 1830), Universal Druck GmbH (gegründet 1948), GWD Gestaltung Werbung
Druck Hans Venus GmbH (gegründet 1977). |
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Die Geschäftsführer der Mediengruppe Universal, Helmut Stoppe (l.) und Albert Contzen haben im Februar den JDF-Workflow in
Verbindung mit der Branchensoftware von HIFLEX in ihrem Unternehmen eingeführt |
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Das Leistungsspektrum umfasst heute neben dem Offsetdruck (Geschäftsberichte, Zeitschriften, Bücher, Werbemittel
und Kalender) auch alle dafür erforderlichen Prepress-Dienstleistungen inkl. Satz, Litho und Database-Publishing.
Darüber hinaus werden Web-Sites gestaltet und CD-Produktionen übernommen. Gedruckt wird auf zwei Heidelberger
Speedmaster (52 x 74 cm, Bj. 2000 und 72 x 102 cm, Bj. 1999) und einer KBA Rapida 105 (74 x 105 cm, Bj. 2003).
Der jetzt bei dem Münchener Unternehmen vollzogenen Vernetzung der Produktion via JDF war die Einführung der
HIFLEX-Branchensoftware im Januar vorausgegangen. 'Der Umstieg auf HIFLEX Print erfolgte reibungslos innerhalb
weniger Wochen. Das System wurde direkt von allen Mitarbeitern voll angenommen, denn es bietet uns handfeste Vorteile
in der Auftragsabwicklung, der Produktionssteuerung und im Bereich Management-Analysen', sagt Albert Contzen, Geschäftsführer
der Universalmedien und Vorstandsmitglied im Institut für rationale Unternehmensführung der Druckindustrie (IRD) e.V. 'Es
ist unser Bestreben modernste Technologien einzusetzen, um dadurch unsere Effizienz zu steigern und Wettbewerbsvorteile zu erschließen.' |
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Michael Barth an der Auslage der seit vergangenem Jahr produzierenden Fünffarben-Rapida 105 |
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"Die betriebliche Vernetzung zu koordinieren und zu managen ist Aufgabe des Produktionsplanungs- und -steuerungssystems,
das als Prozessleitrechner fungiert", ergänzt Stefan Reichhart, Geschäftsführer von HIFLEX. "Die genaue
Fertigungsbeschreibung wird im Rahmen der Vor- bzw. Auftragskalkulation generiert.
"Über die JDF-Schnittstelle werden die einmal im HIFLEX-System erfassten Daten der KBA Logotronic professional
zur Verfügung gestellt", so Reinhold Stange, Produktmanager für KBA Logotronic im Werk Radebeul.
Die HIFLEX-Disposition dient der Produktionsoptimierung und Terminsteuerung und ist zugleich der JDF-Prozessleitrechner
im Produktionsablauf. Zur tages- und schichtgenauen Einplanung ist ein
Betriebsschichtkalender integriert, der bei Änderungen der Kapazitäten (Maschinenbruch oder Sonderschichten) kurzfristig
angepasst wird. Die aus der Kalkulation übernommenen Zeitwerte stehen der Disposition für die einzelnen Kostenstellen
bogen- bzw. signaturweise zur Verfügung. So ist gewährleistet, dass Aufträge z. B. bogenweise auf verschiedenen
Druckmaschinen produziert oder Signaturen aufgesplittet werden können. |
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Am Leitstand der Rapida 105 hat Drucker Michael Barth die Auftragsdaten für den Folgejob vorliegen. Mit der Datenübernahme
verkürzen sich für ihn die Rüstzeiten an der Maschine |
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"Wir haben mit der HIFLEX-Disposition ein präzises Werkzeug zur Verfügung, mit dem unsere Produktionsprozesse
übersichtlicher planbar geworden sind und mit dem bei kurzfristigen Änderungen komfortabel und vor allem schnell umgeplant
werden kann", urteilt Albert Contzen. "Da die Planung jetzt elektronisch erfolgt, lassen sich interne Kommunikationsprozesse
– sind die Platten fertig, ist druckfrei, wann kommt der Kunde, ist das Papier rechtzeitig da ...? – wunderbar integrieren."
Nach dem Datentransfer der Auftragsdaten in Logotronic professional werden über ein Hotfoldersystem die CIP3-Daten aus
der Druckvorstufe geladen. Mittels maschinenspezifischer Umrechnungskurven und unter Beachtung der Bedruckstoffe
werden u. a. die Farbzonenvoreinstellwerte ermittelt. An der Druckmaschine wird eine entsprechende Auftragsliste
angezeigt. Der Drucker wählt den Auftrag aus und es werden JDF-Voreinstelldaten, bzw. Wiederholdaten mit allen Einstellungen
in die Maschine geladen.
"Uns haben natürlich die Verkürzung der Rüstzeiten und eine höhere effektive Fortdruckzeit am jetzt durchgeführten
Vernetzungsprojekt gereizt", sagt Albert Contzen. "Aber vor allem die unnötige Mehrfacherfassung von bereits
in der Branchensoftware bekannten Daten spart Zeit und vermeidet Fehler." |
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Mit Densitronic S erfolgt die Qualitätskontrolle und -regelung direkt an der Druckmaschine |
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Der Datenaustausch zwischen KBA und HIFLEX erfolgt bidirektional. Während der laufenden Produktion wird der Maschinenstatus
in Echtzeit via JDF/JMF an die HIFLEX-Produktionssteuerung zurückgemeldet. Dabei werden Status, Geschwindigkeit und produzierte
(Gut-)Menge im HIFLEX-System angezeigt. So bleibt der Produktionsfortschritt für den Disponenten und den Innendienst
jederzeit transparent.
"Während Maschinendaten wie Geschwindigkeit und Zählerstand über JDF/JMF direkt
an die Plantafel zurückgemeldet werden, erfolgt die Rückmeldung für betriebswirtschaftliche Auswertungen und
Statistiken zum Auftrag über die HIFLEX-Software", so Stefan Reichhart von HIFLEX.
"Mit der Installation des
JDF-Workflows bei der Mediengruppe Universal haben wir eine bespielgebende Referenzlösung geschaffen und noch vor
der drupa 2004 sind weitere Installationen mit HIFLEX bei gemeinsamen Kunden geplant", schließt Reinhold Stange.
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Mit dem Logotronic-System liegen die Druckjobs digital mit allen Einstellwerten wie z.B. den Zonenöffnungen pro Farbwerk aus
der Druckvorstufe und den zugehörigen Auftragsdaten bereit und können so zur Voreinstellung der Rapida 105 genutzt werden |
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KBA und HIFLEX sind langjährige Mitglieder der CIP4-Organisation (Nachfolge von CIP3). CIP4 ist das internationale Konsortium
zur Integration der Prozesse in Vorstufe, Druck und Weiterverarbeitung (CIP4 = The International Cooperation for the Integration
of Processes in Prepress, Press and Postpress). Die Integration der vorgenannten Bereiche basiert technologisch auf dem Job
Definition Format (JDF) von CIP4. JDF ist XML-basiert und baut auf bereits bestehenden Teillösungen wie dem Print Production
Format (PPF) von CIP3 und dem Portable Job Ticket Format (PJTF) von Adobe auf. HIFLEX und KBA engagieren sich zudem
zusammen mit Creo und anderen Partnern in der NGP (Networked Graphic Produktion) Initiative.
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| Die Abbildung zeigt die Planung der Auftragsreihenfolge in der HIFLEX-Disposition, die zugleich als JDF-Controller fungiert.
In der unteren linken Ecke werden die Maschineninformationen angezeigt, die via JDF/JMF von der KBA Rapida 105 empfangen werden. |
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