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Fallstudie / Kurzfassung - Kraft Druck installierte das Hiflex Management Informationssystem (MIS)
unter anderem zur Erhöhung der betrieblichen Prozessautomatisierung. Hierzu wurde die elektronische Plantafel implementiert
sowie eine JDF-Vernetzung zwischen der Branchensoftware, der Vorstufe und dem Drucksaal realisiert. |
Die JDF Implementierung hatte folgende Effekte:
In der vorliegenden Fallstudie wird das Verhältnis der aufgewendeten Kosten zum erreichten Nutzen durch die
Implementierung analysiert. Der Return on Investment (ROI) liegt bei 447%, der Kapitalwert beträgt
EUR 579.826,--. Vor der JDF-Implementierung hatte Kraft Druck bereits signifikante Kosteneinsparungen
realisiert, insbesondere waren durch konsequente Anwendung des Hiflex-MIS die Fehlerkosten um über EUR 300.000,--
jährlich reduziert worden.
Kraft Druck und Hiflex gewannen den CIPPI Award 2005 für die größte Effizienzsteigerung und
Verbesserung der Kundenbetreuung durch den Einsatz von Prozessautomatisierung. |
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Von links: Stefan Reichhart (Hiflex), Eugen Stein (MAN Roland), Werner Kraft (Kraft Druck), Ursula Voss-Eiden (Kodak), Stefan Daun (CIP4) |
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Kraft Druck ist ein vollstufiger Offset-Druckbetrieb, der anspruchsvolle Akzidenzen, Plakate sowie Wochen- und Monatszeitschriften produziert.
Das Unternehmen arbeitet seit 1995 mit dem Hiflex MIS. Die Branchensoftware wird umfassend für administrative, betriebswirtschaftliche
und dispositive Aufgaben eingesetzt (Kalkulation, auftragsrelevanter Schriftverkehr, Produktionsplanung, Betriebsdatenerfassung,
Rechnungswesen, Nachkalkulation, Materialwirtschaft).
In der Vorstufe wird das Creo (Kodak) Prinergy PDF-Workflowsystem verwendet. Die drei MAN Roland 700 Druckmaschinen sind
mit dem PECOM System ausgerüstet. |
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Die Situation vor der Implementierung:
Projektziele bei der Vernetzung des Produktionsprozesses:
Kraft Druck hatte eine Return on Investment (ROI) von weniger als zwei Jahren zum Ziel. |
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| Darstellung des Vorschaubildes einer Seite im Hiflex MIS. Durch Klick auf eine aufgelistete Seite wird
das entsprechende Vorschaubild mittig geladen. Ein weiterer Klick auf das Vorschaubild selbst öffnet
die PDF in Acrobat. Im unteren Bereich wird die Struktur des Ausschießschemas dargestellt. |
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Die Vernetzung fand schrittweise innerhalb eines Jahres statt. Dieser Zeitraum ergibt sich dadurch, dass
JDF Implementierungen üblicherweise stufenweise durchgeführt werden. Da Kraft Druck außerdem
ein sehr früher Anwender der JDF-Technologie ist, wurden verschiedene Änderungen und Verbesserung
im Bereich der JDF-Anbindung durchgeführt, die auf Erweiterungen der JDF-Spezifikation sowie Software-Updates
der Lieferanten beruhten. |
Der Return on Investment (ROI) der Vernetzung beträgt 447% innerhalb von fünf Jahren. Der
Kapitalwert der Investition beträgt EUR 579.826,--. Das entspricht einem internen Zinsfuß von 168%.
Produktionssteigerung
Kraft Druck erzielte eine Produktionssteigerung von jährlich fast EUR 100.000,--.
Drucksaal
Eine direkte Folge der JDF Vernetzung ist eine Steigerung der Maschinenlaufzeiten um +9,6%. Ein
weiterer Vorteil laut Thomas Brickwedde, Leiter des Verkaufsinnendienstes und der EDV bei Kraft Druck,
besteht in der schnelleren Einarbeitung und dadurch eher erreichten, höheren Produktivität
neuer Mitarbeiter im Drucksaal - ein Ergebnis des automatischen Datentransfers vom Hiflex MIS an die
Druckmaschinen, und die dadurch erreichte Ablösung zeitaufwändiger und fehleranfälliger
manueller Dateneingaben.
Druck-Vorstufe
Die JDF-Vernetzung zwischen Hiflex und Creo spart den Vorstufenmitarbeitern pro Tag 30 Minuten
Betriebsdatenerfassung und weitere 30 Minuten bei der Auftragsanlage. Die Prozessautomatisierung
verbesserte die Zuordnung verbrauchter Platten zu bestimmten Aufträgen von 96% auf 100%, wodurch
zeitraubende "Platten-Fahndungen" überflüssig wurden (zuvor war die Vorstufenleiterin
mindestens 4 Std./Monat mit Zuordnungen beschäftigt). Die im Vorstufenbereich realisierten
Einsparungen betragen jährlich rund EUR 13.400,--.
Produktionsplanung
Aufgrund der erhöhten Transparenz und Flexibilität im vernetzten Produktionsprozess ist die
Produktionsplanung keine Vollzeitbeschäftigung mehr. Der ehemalige Vollzeit-Disponent ist nun im
Verkaufsinnendienst tätig; der für das Qualitätswesen verantwortlichen Mitarbeiter erledigt
nun die Disposition zusätzlich, und zwar mit etwa 20% seiner Arbeitszeit. In die Kosten-Nutzen-Analyse
der JDF Implementierung sind die um 0,8 Personen verringerten Personalkosten im Bereich der Disposition mit eingeflossen. |
In die betriebswirtschaftlichen Berechnungen des ROI, des Kapitalwertes und des internen Zinsfußes können
"Soft Factors" nicht mit berücksichtigt werden. Für Kraft Druck ergaben sich aber auch in diesem
Bereich die folgenden Verbesserungen:
Rechnungsstellung und Cashflow
Die nun automatische Kostenverbuchung im Hiflex MIS ermöglicht Kraft Druck eine schnellere und exaktere
Rechnungsstellung. Automatisiert und mit 100%-iger Genauigkeit verbucht das Hiflex MIS den Materialverbrauch
auf den entsprechenden Auftrag. Rechnungen werden mit nur einem Mausklick im Hiflex System automatisiert
generiert und können sofort verschickt werden. Dadurch erhalten und begleichen die Kunden ihre Rechnung
auch eher als das bisher möglich war. Und das wirkt sich positiv sowohl auf die Liquidität als auch
auf die Kundenbetreuung aus, zumal die unverzügliche Rechnungsstellung von den Kunden als Merkmal
professionellen Auftragsmanagements betrachtet wird.
Thomas Brickwedde stellt fest: "Durch JDF haben wir einen besseren Überblick über den Produktionsprozess. Das Hiflex
System ist das alltägliche Arbeitstool des Verkaufsinnendienstes; dort sind minutengenau aktualisierte
Informationen zum Auftragsstatus und zu bereits gefertigten Produkten jederzeit einsehbar. Wenn Kunden mit
Fragen zum Auftragsfortschritt anrufen, kann der VID unverzüglich detaillierte und präzise Auskünfte
geben. Der unmittelbare Zugang zu Jobstatus-Informationen ist besonders hilfreich bei Änderungswünschen.
In einem solchen Fall kann der VID dem Kunden beispielsweise gleich mitteilen, ob eine Änderung am Auftrag
Zusatzkosten verursacht, weil die Platten vielleicht schon belichtet sind. Unsere Kunden schätzen diesen
Service sehr, denn er zeigt, dass wir ihren Auftrag wichtig nehmen und ihre Drucksachen bei uns in den besten
Händen sind. Darüber hinaus hat die Tatsache, dass der VID und der Produktionsplaner jetzt sofort den
Eingang von Druckdaten und Freigaben im Hiflex System sehen können, sowohl die Transparenz als auch die
Flexibilität bei einem zugleich erweiterten Planungshorizont erhöht." |
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CIP4 ist das internationals Konsortium zur Integration der Prozesse in Vorstufe, Druck und Weiterverarbeitung.
Die CIP4 Organisation kümmert sich um Definition und Einhaltung der JDF Spezifikation. Hiflex ist seit Januar 2002 Voll-Mitglied der CIP4 Organisation. |
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