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Berger, Horn PDF-Version:als PDF öffnen / Pressmore Info
In den letzten Wochen hat das NÖ-Druckunternehmen in Horn eine JDF-vernetzte 48-Seiten Lithoman, einen Kolbus-Klebebinder und eine Lüscher-CtP-Anlage in Betrieb genommen. Gleichzeitig ist man dabei die Produktionssteuerung auf HIFLEX Dispo umzustellen. P&D sprach mit Produktionsleiter Michael Schwayda. Eine neuerliche Erweiterung der Produktionsflächen schuf die Voraussetzung für die jüngsten Investitionen der Druckerei Berger.
48 Seiten-Lithoman: JDF-Vernetzung!
Die 48 Seiten-LITHOMAN ist seit Anfang April in Betrieb. Berger bekräftigt mit der größten Investition in der Geschichte des Unternehmens seine Rolle als Vorreiter modernster Druck- und Produktionsverfahren. Nach dem Kauf von zwei Roland 700 Bogendruckmaschinen ist die 48-Seiten-Lithoman die erste Rolle aus dem Hause MAN Roland. Als europaweit erster Betrieb hat die Druckerei Berger die neue Rotation für die JDF-Ansteuerung aus einem unabhängigen MIS-System ausgerichtet. Auch für MAN Roland dürfte die JDF-Installation in Horn eine Premiere gewesen sein. Michael Schwayda: "Es schaut vielleicht ungewöhnlich aus, den JDF-Betrieb mit einer Rotation zu starten. Aber mit einer einzelnen Maschine - noch dazu mit unserer modernsten - können wir die notwendigen Erfahrungen sammeln um bald auch im Bogenbereich JDF zu realisieren!" Immerhin sind in Horn rund 30 Mitarbeiter im Bereich Kalkulation und Auftragsbearbeitung im Einsatz, die im HIFLEX MIS nach einer Komplett-Vernetzung JDF-gerechte Eingaben durchführen müssen. Für die Lithoman werden derzeit die Aufträge im HIFLEX MIS kalkuliert und angelegt und später vom Workflowsystem der Druckvorstufe übenommen. Vorstufendaten und JDF-Voreinstelldaten aus dem HIFLEX MIS werden auf dem Pecom-Server der Lithomann automatisiert zusammengeführt. Bedienerlos startet dann die Voreinstellung der Maschine.

Produktionsleiter Michael Schwayda  

Produktionssteuerung jetzt mit HIFLEX Dispo
Seit rund fünf Jahren arbeitete man in Horn mit dem MIS von HIFLEX. Die Bereiche Kalkulation, Angebot, Auftragstasche, Rechnung, BDE und Lagerverwaltung laufen problemlos. Von Vorteil ist da sicher, daß sich das Team um Michael Schwayda immer wieder intern und extern weiterbildet, um das MIS noch besser ausreizen, bzw. immer besser auf die betrieblichen Gegebenheiten in Horn abstimmen zu können. Derzeit sind die Themen Dispo und JDF für die Druckerei Berger von besonderer Bedeutung. Bisher hat man die Produktionsplanung und -steuerung mit Excel abgewickelt. Vom Einsatz der HIFLEX Dispo erwartet sich Michael Schwayda vor allem den Wegfall der nochmaligen Dateneingabe und somit mehr Genauigkeit und Sicherheit. Die Dispo für die neue Lithoman wird bereits über die elektronische Plantafel abgewickelt.

e-Business
Nicht nur die interne Vernetzung ist für die Druckerei Berger ein Thema. Auch mögliche Anbindungen von Kunden werden in Horn angedacht. So kann sich Michael Schwayda durchaus vorstellen, die Datenübernahme zu automatisieren. Ein im Anschluß daran ebenfalls automatisch generiertes Mail an den Kunden, daß seine Daten OK oder fehlerhaft sind, würde manchmal den Produktionsablauf erleichtern. Auch im Bereich Druckfreigabe sind e-Business-Lösungen für die Druckerei Berger vorstellbar. Durch die gleichzeitig erfolgte Installation der neuen 48-Seiten-Lithoman und des neuen Kolbus-Klebebinders steigert Berger nicht nur seine Kapazität, sondern reduziert auch recht deutlich die Produktionszeiten. Ein Plus für alle Berger-Kunden. Damit der Einsatz der neuen Maschinen optimiert werden kann, ist es notwendig, das organisatorische Umfeld im Betrieb zu adaptieren. HIFLEX, e-Business und JDF sind dabei wichtige Parameter.

Die Produktion bei Berger  


Quelle: Papier & Druck (Ausgabe 03/2007, 113. Jahr)