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Integration der Weiterverarbeitung
Für die erfolgreiche Anbindung von Weiterverarbeitungsmaschinen stellt HIFLEX detaillierte Daten zur Verfügung. Grundlage für die Übergabe von JDF-Daten an die Weiterverarbeitung ist der vom HIFLEX System berechnete Aufbau des Druck- und Falzbogens.

Für eine erfolgreiche JDF/JMF-Integration der Weiterverarbeitung muss die gesamte Produktionskette mit vorgeschalteter Produktion (insbesondere die Druckplattenherstellung) berücksichtigt werden. Denn die vernetzte Produktion funktioniert nur, wenn sich die Vermaßungen, die über JDF z. B. an eine Falzmaschine geschickt werden, auch auf den Druckplatten bzw. den gedruckten Bogen wiederfinden.
Das Bild zeigt die Vermaßung eines Falzbogens im HIFLEX MIS, hier ein 16-Seiter einer Drahtheftung. In Violett ist der Überfalz zu sehen, der wie alle Elemente deutlich zu identifizieren ist. Der Falzbogen kann durch Anklicken der Vermaßungen noch interaktiv modifiziert werden. Die ermittelten oder modifizierten Daten sind Grundlage für die an die Weiterverarbeitung zu übermittelnden technischen JDF-Auftragsparameter.

Grundlage für die Übergabe von JDF-Daten an die Weiterverarbeitung ist der vom HIFLEX System berechnete Aufbau der Druck- und Falzbögen. HIFLEX stellt detaillierte Daten zu Falzbogengeometrie, Lage des Falzbogens auf dem Druckbogen (z. B. Falzen und Sammelheften mit Mehrfachnutzen), zum Aufbau des Druckbogens, zur exakten Position der Schneide- und Falzmarken sowie Klammerart und -position bereit. HIFLEX verwendet die berechneten technischen Parameter, um JDF-Auftragsdaten an Schneidemaschinen, Falzmaschinen, Sammelhefter, Klebebinder etc. zu übermitteln. Zum Einstellen z.B. von Anlegern, Hefter und Trimmer am Sammelhefter sind neben der Signatur-Stärke (ergibt sich aus Anzahl Seiten, Grammatur und Papiervolumen) die Beschnitt-Maße (Kopf-, Fuß- und Frontbeschnitt) sowie die Zuordnung der einzelnen Signaturen auf die jeweiligen Anleger wichtig.

Die Datenübermittlung über JDF macht die wiederholten Eingaben von Kunden- und Auftragsdaten überflüssig. Das reduziert Einrichtzeiten und stellt die Datenkonsistenz zwischen den Systemen sicher.

Zur korrekten Ermittlung der Voreinstelldaten hat HIFLEX spezielle mathematische Formeln entwickelt und neue Funktionalitäten in das HIFLEX MIS implementiert. Diese Erweiterung des HIFLEX MIS wurde mit dem CIP4 Innovationspreis ausgezeichnet. In der Praxis äußert sich die Innovation in einer Steigerung von Produktivität und Flexibilität.

So entfällt beispielsweise entfällt an einer vernetzten Schneidemaschine das manuelle Einstellen des Schneideprogramms. Weiterhin zeigt die Praxis, dass die Produktion an vernetzten Falzmaschinen um 15% gesteigert werden kann. Außerdem lässt sich an Sammelheftern mit Hilfe der JDF-Maschinendaten aus dem HIFLEX System die durchschnittliche Zeit für das erstmalige Einrichten von acht Stationen eines Sammelhefters von 70 Minuten (ohne motorische Achsen) auf 20 Minuten (mit motorischen Achsen und JDF) reduzieren.

Während der Produktion wird der Maschinenstatus über JMF an das HIFLEX MIS übermittelt. Auftragsfortschritt, Geschwindigkeit, Anzahl Gut-Exemplare und Makulatur fließen in HIFLEX Disposition, Produktionsmonitor und BDE ein.