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Unter dem Motto "eBiz meets JDF" hat der Branchensoftware-Hersteller HIFLEX erneut einen seiner populären Workshops veranstaltet. Diesmal lag der Fokus auf der
externen Vernetzung mit Kunden und Lieferanten - ein Thema, das mit Blick auf JDF stets ein wenig vernachlässigt wurde, obgleich es einen Markt bedient, der
derzeit gigantisch boomt. |
| JDF war und ist das Schlüsselwort, das nach wie vor in aller Munde ist. Sicherlich schafft die interne Vernetzung zwischen den
Produktionssystemen der Druckereien die Basis für eine rationelle und effektive Produktion. Doch mittlerweile ist man auch hierbei
an einem Punkt angelangt, an dem man einen Schritt weiter denken und langsam anfangen muss, die externe Vernetzung mit Kunden und
Lieferanten zu realisieren und die externe mit der internen Vernetzung zu koppeln. eBiz und JDF verkörpern jeweils zwei Technologien
für die Automatisierung und Vernetzung. Während eBusiness-Lösungen in der Druckindustrie die externe Vernetzung mit Kunden und Lieferanten
ermöglichen, ist JDF in erster Linie für die interne Vernetzung zwischen den einzelnen Produktionssystemen der Druckerei verantwortlich.
HIFLEX, seit 20 Jahren MIS Anbieter der Druckindustrie, hat die Zeichen der Zeit früh erkannt und ebnet seinen Kunden künftig auch den Weg
für die Einbindung des Endkunden und verspricht getreu seines Namens: High Flexibility. |
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| Stefan Reichhart erläutert die Automatisierung über JDF und eBusiness.
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| Für die interne Vernetzung setzt HIFLEX, im Unterschied zu anderen Anbietern, als kleinste Einheit beim Falzbogen an, der zunächst
definiert wird, bevor man sich dem eigentlichen Druckbogen zuwendet und so eine exakte Kalkulation ermöglicht. In enger Anlehnung an
die CIP4-Spezifikationen wird die komplette Auftragsstruktur in HIFLEX ermittelt und automatisch in die HIFLEX Disposition importiert.
Dies gilt auch für die einzelnen Prozesse eines Auftrages. Über die Auftragskalkulation wird der Produktionsweg automatisch vorgeschlagen,
und die Auftragsanlage über JDF in der Vorstufe enthält Informationen über die Kopf-Daten, die technischen Daten und das Ausschießen. |
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Über die Auftragskalkulation wird in HIFLEX der Produktionsweg automatisch vorgeschlagen, und die Auftragsanlage erfolgt über JDF in der
Vorstufe inklusive Kopf- und technischer Daten sowie dem Aussschießschema.
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| Über JMF erfolgen dann die Rückmeldungen wie Thumbnails, Platten und Proofs sowie die CIP3-Farbprofile an HIFLEX. Diese JDF-Daten werden
dann zur Maschinenvoreinstellung übertragen und die CIP3-Farbprofile in CIP4 umgewandelt. Das HIFLEX Management-Informationssystem nimmt
hierbei die PPF Dateien zur Farbzonen-Voreinstellung - sprich CIP3 - von der Vorstufe entgegen, modifiziert diese JDF-konform
und weist sie über eine intelligente Automatik den einzelnen Druckgängen des Auftrags zu. Wenn schließlich Daten zur Maschinenvoreinstellung
mittels JDF - sprich CIP4 - an das Produktionssystem des Drucksaals geschickt werden, sind die dazugehörigen PPF Dateien bereits
im JDF Datenstrom referenziert. Die Notwendigkeit einer solchen Funktion ergab sich daraus, dass viele Vorstufen- Systeme die PPF Dateinamen
unterschiedlich aufbauen, da noch eine branchenweite Regel zur Benennung der PPF Dateien fehlt. Mit der HIFLEX-Lösung entfällt die sonst übliche
manuelle CIP3 Zuweisung. In einem letzten Schritt erfolgt dann noch die Rückmeldung vom Drucksaal via JMF über die Echtzeit des Produktionsstatus
aus der Maschine und die Betriebsdatenerfassung an HIFLEX. |
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Durch die Verbindung der externen und internen Vernetzung wird eine weitreichende Verzahnung der Kundenprozesse mit der technischen Arbeitsvorbereitung
in der Druckerei erlaubt, die zu erheblichen Synergien auf beiden Seiten führt. |
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Möchte man die Vernetzung konsequent umsetzen und in seinem Betrieb weiter vorantreiben, ist es naheliegend, nach der erfolgreichen Implementierung
von JDF und einer gelungenen Umsetzung der internen Vernetzung nun auch seine Kunden und Lieferanten mit in diese Vernetzung einzubinden und zu integrieren.
Zu den möglichen Funktionen, die das eBusiness übernimmt, zählen der Abruf von Fertig- und Halbfertigwaren, die Personalisierung von Drucksachen, die
Datenübertragung und Zuweisung, der Druckfreigabe-Prozess, ein Info-Center für den Kunden und natürlich auch die Konfektionierung.
"Selbstverständlich sind uns die Einwände der Druckereien bekannt, die anführen, dass dies bei individuellen Printprodukten nicht realisierbar sei,
der Kunde nach wie vor lieber zum Fax oder zum Telefon greife, die Lösungen für kleine Druckereien zu teuer seien, sie austauschbar mache, zudem das
Preisdumping fördere und zu allem Übel auch noch zu einer Entfremdung vom Kunden führe", erläutert Stefan Reichhart, Marketing und Vertrieb bei
HIFLEX. "Doch die Zeiten haben sich geändert. Der Endkunde möchte längst nicht mehr zusätzliche Zeit durch Termine beim Drucker investieren.
Er möchte eine rasche Abwicklung seines Bedarfs. Zumindest die größeren Unternehmen erwarten diesen Service von ihren Druckdienstleistern, denn sie
verheißen eine immense Zeit- und Kosteneinsparung. Daher kann sich ein Druckdienstleister mit Blick auf seine Kundenstruktur überlegen, ob diese
Dienstleistung nicht durchaus Sinn für ihn macht. Hierbei ist es auch sicherlich klüger, proaktiv vorzugehen und an Kunden, für die diese Lösung
sinnvoll ist, heranzutreten und sie ihnen zu offerieren, als plötzlich unter dem Druck zu stehen, diesem Bedürfnis auf Kundenwunsch nun konkret
nachzukommen. Letztendlich führt die Kopplung von eBiz und JDF zur ganzheitlichen Automatisierung von Standardprodukten. Für welche Zielkundengruppe
diese Technologie in erster Linie einsetzbar ist, läßt sich sicherlich kontrovers diskutieren. Sicher ist jedoch, dass die Vernetzung der an der
graphischen Produktion beteiligten Partner und Systeme Trend und Zukunft ist und die dadurch erreichbare Automatisierung wettbewerbsrelevant sein wird." |
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"Erst durch die Verzahnung von eBiz und JDF wird die Vernetzung komplett", betont Stefan Reichhart. |
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Der positive Effekt, der beim Kunden durch die Einbindung erzielt wird, ist immens. Neben einer Prozessoptimierung und Kostenreduzierung wird die
Bestellung über Rahmenvereinbarungen erheblich vereinfacht. Und über eine solche Plattform wird nicht nur die Kommunikation verbessert, beschleunigt
und sicherer, sondern der Kunde erhält darüber hinaus ein höheres Maß an Transparenz und Kontrolle.
Wo liegen die Vorteile für die Druckerei, die das eBusiness verwirklicht hat? Auch hier fallen spürbare Kostenreduzierungen durch die Einsparung
von Prozessschritten ins Gewicht, der Informations-Austausch wird erheblich beschleunigt und die Fehlerhäufigkeit reduziert. Darüber hinaus ist
der Drucker in der einmaligen Position, seinen Kunden Tag für Tag 24 Stunden eine volle zeitliche Verfügbarkeit zu gewährleisten. Hierdurch grenzt
er sich deutlich vom restlichen Wettbewerb ab, verbessert die Partnerbeziehungen und erhöht - entgegen den ursprünglichen Befürchtungen der
Druckereien - gerade hiermit die Kundenbindung.
"Unser erklärtes Ziel ist es, die Position des weltweit wettbewerbsstärksten Unternehmens im Markt der MIS Systeme für die grafische
Produktion einzunehmen. Hierfür bieten wir unseren Kunden eine JDF-Vernetzung auf höchstem Niveau. Und haben wir unsere Kunden erst einmal
dabei unterstützt, die eigenen Produktionssysteme reibungslos untereinander zu vernetzen, ist es nur ein logischer nächster Schritt, nun auch
dazu überzugehen, den Endkunden einzubinden. Denn setzt die Vernetzung bereits bei ihm an, hat man die gesamte Produktion und Wertschöpfungskette
eingebunden", erklärt Stefan Reichhart abschließend. |
| Daniela Beck |
Prepress - WORLD OF PRINT die im deutschprachige Raum verbreitete Zeitschrift wendet sich an Entscheider in der grafischen Produktion sowie an
alle, die professionell Drucksachen mit dem Computer erstellen: Verlage, Werbeagenturen, Druckereien, Satz- und
Reprostudios, freie Grafiker und Fotografen sowie Werbe- und DTP-Abteilungen von Unternehmen und Behörden. Leser sind in erster Linie
die Mitarbeiter, die für den Einkauf von Hard- und Software verantwortlich sind und darüber entscheiden, welche Werkzeuge auf welche
Weise eingesetzt werden.
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