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Übers Netz, per Computer, auf Knopfdruck. Was spricht eigentlich dagegen sich mit dem Kunden zu vernetzen und den Schritt ins eBusiness zu wagen? "Druckprozesse sind zu individuell",
"für meine Kunden ist das nichts", "eBusiness Lösungen sind zu teuer und wir dafür zu klein" oder "Best Practice das entfremdet uns von unseren Kunden
und macht uns austauschbar" sind gängige Einwände von Druckereien. Was ist dran? |
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Nachgefragt beim Praxisanwender ergab sich ein anderes Bild. "Ohne unseren Einstieg ins eBusiness wären wir heute nicht so erfolgreich. eBusiness
ist für uns heute nicht mehr wegzudenken", erklärt Ingo Nowak, geschäftsführender Gesellschafter der Druckerei Köller+Nowak. Deutliche Worte eines Druckunternehmers. |
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Ingo Nowak, Geschäftsführer der Druckerei Köller+Nowak, betreibt seit vier Jahren erfolgreich eBusiness. |
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Bereits im Mai 2003 hielt Ingo Nowak auf der Hauptversammlung des Verbandes Druck & Medientechnik einen Vortrag zum Thema eBusiness. Sein Unternehmen
Köller+Nowak ist eine vollstufige Druckerei mit 12 Mitarbeitern und einem Umsatz von knapp 2 Mio. Euro. In der Vorstufe arbeitet ein CtP Belichter, der über den
Kodak Prinergy Workflow angesteuert wird und die Platten standardmäßig im FM Staccato Raster bebildert. Gedruckt wird auf
einer Fünffarben SM 52 und einer Vierfarben SM 74. In der Weiterverarbeitung finden sich Schneiden, Falzen und Sammelheften. |
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Im Juni des Jahres besuchte Herr Eckhard Bölke, Leiter des Instituts für rationale Unternehmensführung der Druckindustrie e.V. (IRD), die Druckerei Köller+Nowak. Er
kam, um eine Leistungsmessung, einen so genannten Benchmark, durchzuführen. Anlass war eine IRD Fachtagung, auf der Köller+Nowak als 'Best Practice' Anwender
im Themenblock "Automatisierung durch eBusiness" vorgestellt wurde. Eine Behauptung ('Bester Einsatz'), die der
Institutsleiter mit objektiven Messzahlen belegen wollte. |
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Es wurden dabei folgende Funktionen unterschieden:
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Lagerung und Logistik von Fertigwarenbeständen ist Teil des eBusiness-Konzeptes bei Köller+Nowak. Über das Internet können Kunden den
aktuellen Lagerbestand z.B. eines Werbeprospektes einsehen sowie Fertigwaren ordern. Ein in die HIFLEX Branchensoftware integrieter Mailroboter
informiert den Kunden automatisch per E-Mail, wenn ein bestimmter Mindestbestand unterschritten wird. |
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Ingo Nowak gab an, wie viel Prozent seiner Kunden die einzelnen Funktionen nutzen, wobei viele Kunden auch auf mehrere Dienste zurückgreifen. Dann wurde anhand
der Zugriffsstatistik des Web-Servers ausgewertet, wie oft tatsächlich auf die einzelnen Funktionen zugegriffen wurde. Es ergab sich für die eingesetzten Bereiche folgendes Bild: |
| Anfrage |
10% |
10 |
| Angebots-Archiv |
50% |
45 |
| Auftrags-Archiv |
50% |
40 |
| Lagerabruf |
5% |
100 |
| Personalisierung |
5% |
40 |
| Freigabe |
85% |
120 |
| Datenübertragung |
15% |
20 |
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Eckhard Bölke bewertete im Folgenden, worin die Ersparnis für Kunde und Druckerei liegt, und kam zu folgendem Schluss: |
| Anfrage |
Qualitativ (nicht messbar) |
Qualitativ (nicht messbar) |
| Angebots-Archiv |
50% von 3 min |
100% von 3 min |
| Auftrags-Archiv |
50% von 3 min |
100% von 3 min |
| Lagerabruf |
Qualitativ (nicht messbar) |
66% von 15 min |
| Personalisierung |
75% von 20 min |
91,67% von 60 min |
| Freigabe |
Qualitativ (nicht messbar) |
Kurierkosten |
| Datenübertragung |
Kurierkosten |
Zuordnung zum Auftrag |
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Multipliziert mit den absoluten Zugriffszahlen der ersten Tabelle ergibt sich eine Zeitersparnis für die Druckerei von 29,7
Stunden pro Monat zzgl. Kurierkosten. Beim 12 Mann-Unternehmen Köller+Nowak summiert sich das immerhin auf EUR
30.000 pro Jahr. Unabhängig von der Unternehmensgröße ist das eine Ersparnis von 1,67% des Umsatzes. Zusätzlich
konnten die Durchlaufzeiten pro Auftrag um zwei Stunden reduziert werden. "Wir betreiben unser Geschäftsmodell,
das wir 'ebusiness@print' getauft haben, seit Anfang 2002 und schaffen damit erkennbare Mehrwerte für unsere Kunden",
erklärt Ingo Nowak. "Vorausgegangen war eine Investition in die Branchensoftware HIFLEX, auf die ich damals über die Suchmaschine
'Google' gestoßen bin. Ich war erstaunt, dass dort im Herbst 2001 die eBusiness-Funktion bereits im Gesamtkonzept enthalten war." |
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Der Branchensoftware Hersteller HIFLEX machte bisher besonders Schlagzeilen rund um das Thema JDF. Da erstaunt die
Aussage von HIFLEX Geschäftsführer Stefan Reichhart, der sagt: "eBusiness boomt: wir machen mittlerweile mehr eBusiness-
Projekte als JDF-Installationen."Dabei sei jedes Kundenprojekt eines Druckers individuell auf den Drucksacheneinkäufer zugeschnitten,
"weil Renault eine andere Lösung braucht als beispielsweise Sharp". Den Anspruch seines Geschäftsmodells
sieht Ingo Nowak darin, "intelligente Lösungen zu schaffen, die den Kunden bei der Automatisierung und Rationalisierung der
Beschaffung von Druckprodukten helfen. Die Voraussetzung dafür ist die genaue Kenntnis der Prozesse des Kunden und
die Beherrschung und Optimierung der Lieferkette unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten." |
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Übrigens: Neben der Vernetzung mit seinen Kunden ist Köller+Nowak auch bereits intern vernetzt: Seit April 2005 besteht
eine JDF-Anbindung zwischen dem Prinergy Vorstufen-Workflow und dem im Hause eingesetzten HIFLEX MIS System. |
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Über die Eingabe eines Benutzernamens und eines Passworts auf der Website von Köller+Nowak erhalten Kunden Zugang
zum HIFLEX eBusiness-Portal. Dort können sie unter anderem Aufträge platzieren, Fertigwaren abrufen, Drucksachen
personalisieren und über ein Softproof am Bildschirm Druckfreigaben erteilen. |
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