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E-BUSINESS. Mitte Dezember veranstaltete die Aachener Softwarefirma HIFLEX einen Workshop über E-Business. Mit dem Modul E-Business als Teil des MIS-Systems HIFLEX Print bietet
sie Druckereien und deren Kunden eine für beide Gewinn bringende Zusammenarbeit. |
Mit der Branchensoftware HIFLEX hat das gleichnamige Familienunternehmen ein modulares MIS-System aufgebaut, das für
Druckereibetriebe als HIFLEX Print erhältlich ist, für Crossmedia-Anbieter als HIFLEX Crossmedia und für Werbeagenturen und
Vorstufenbetriebe als HIFLEX Media.
Das HIFLEX MIS untergliedert sich hierbei in die Bereiche Office, Factory und E-Business. Das Office-Paket enthält die Funktionen für
Vorkalkulation, Auftragsabwicklung, CRM, Materialwirtschaft und das Dokumentenmanagement. Das Factory-Paket, die
Betriebsdaten- und die Maschinendatenerfassung, Disposition, Versandabwicklung und die JDF-Schnittstellen. Das E-Business-
Paket enthält die PDF-Online-Erzeugung, Lagerabruf, Info-Center, Fulfillment, Datenhandling und das Online-Proof. Mit mehr als 10 000 installierten Lizenzen in
16 Ländern und 18 Sprachen ist das HIFLEX MIS-System eines der erfolgreichsten Systeme.
HIFLEX hat heute mehr als 300 Installationen weltweit realisiert. Bereits früh hat HIFLEX das System JDF-fähig gemacht und sieht sich
heute als Technologieführer in der JDF-Vernetzung. Beim weltweit ausgeschriebenen CIP4 Innovation Award 2005 gewann HIFLEX zwei der drei ausgeschriebenen Auszeichnungen
und erhielt einen exklusiven Ehrenpreis in der dritten Kategorie. HIFLEX hat gemäß eigenen Angaben heute mehr JDF-Installationen durchgeführt als alle anderen
MIS-Anbieter zusammen. |
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Das Ziel des von HIFLEX- Geschäftsführer Stefan Reichhart geleiteten Workshops war, die Funktionen und vor
allem Geschäftsmodelle im E-Business vorzustellen, die bei zahlreichen Kunden zum Einsatz kommen. Während das Internet
gestern als Marketinginstrument eingesetzt wurde, als Vertriebskanal und als Effizienztreiber, wird es dank E-Business heute immer
öfter für die Einführung neuer Geschäftsmodelle eingesetzt. Grundsätzlich versteht man unter E-Business die Abwicklung
von Geschäftsprozessen über öffentliche Netze mit Hilfe von Internettechnologien. Die einfachste Form des E-Business ist die
des B2C, also des Business-to-Consumer. Ein typisches Beispiel dafür ist die Bestellung von Büchern oder die Buchung von Flügen
von Privatpersonen über das Internet. Ein komplexeres Modell ist B2B, also Businessto- Business. Die Zusammenarbeit einer
Druckerei mit ihren Kunden über das Internet ist ein typisches Beispiel, kann aber drei verschiedene Ausrichtungen haben: Den
ERP-Ansatz, offene Marktplätze und die Zusammenarbeit über Branchensoftware.
Für die Zusammenarbeit mit der Branchensoftware hat HIFLEX das Modul E-Business geschaffen, das inzwischen bei mehr als 30
Firmen installiert wurde, darunter auch bei multinationalen Konzernen wie dem vorhin erwähnten Pharmakonzern Novartis. Im
Weiteren stellte Stefan Reichhart einige Arbeitsmodelle von HIFLEX-Kunden vor. |
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Die Herstellung von Visitenkarten bei Großfirmen benötigt heute acht Transaktionen. |
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Mit eBusiness wird die Visitenkartenproduktion auf nur drei Transaktionen verkürzt. |
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Eine typische Dienstleistung von Druckereien ist die Lagerung von Halbfertig- oder Fertigwaren.
Für einen Bezug einer bestimmten Menge sind heute fünf Transaktionen nötig: die Anfrage an den Drucker wie viel auf Lager
liegt, die Rückmeldung an den Kunden, die Bestellung an die Druckerei, die Auftragsbestätigung an den Kunden und die Warenlieferung.
Mit E-Business kann der Kunde seinen Lagerbestand über das Web einsehen und abrufen, und die Druckerei liefert, da eine
Auftragsbestätigung unnötig wurde. Wer dies in der Praxis sehen möchte, kann eine HIFLEX-Demo unter der Adresse www.koellernowak.
de beim Kunden Köller + Nowak in Düsseldorf besuchen. |
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Noch aufwändiger ist die Produktion personalisierter, kleinster Drucksachen: Der Visitenkarten.
Hier sind mit E-Business anstatt acht bisher notwendigen Transaktionen nur noch drei nötig, was nicht nur Zeit und Kosten spart,sondern auch Fehler verhindert. Ein
Rechenbeispiel zeigt, dass der Kunde allein dank den entfallenen Transaktionen Bestellen,
Korrekturabzug prüfen und Druckfreigabe pro Visitenkarte mindestens 90 Euro einspart! |
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Der Empfang von Daten über ISDN kann von E-Business direkt vom HIFLEX-Uploader ins System
übernommen und durch angelegte Hotfolder weiter verarbeitet werden. Das kann eine Datenprüfung und Weiterverarbeitung
im Onevision-Speedflow sein oder eine Datenprüfung in einem weniger umfangreichen Preflight-Programm. |
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Hier wird die Effizienz des E-Business besonders deutlich. Anstelle des bisherigen, oft mehrmaligen Hin- und
Herschickens von materiellen Proofs macht die Vorstufenabteilung ein PDF der fertigen
Seiten und legt es in den OK-2-Print-Ordner. Automatisch wird dem Kunden ein EMail mit dem Link zum PDF geschickt. Der
Kunde klickt den Link an und prüft das PDF auf dem Server der Druckerei, kann nun die
Freigabe geben, oder Korrekturwünsche angeben und nach erneuter Benachrichtigung das PDF prüfen und dann seine Freigabe geben. |
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Weil alle Transaktionen von der Angebotserstellung über die laufenden Aufträge bis zur Lagerhaltung
dokumentiert sind, kann der Kunde sich auch jederzeit über den Stand aller
Aufträge informieren und damit sich, vor allem aber der Druckerei, zeitraubende Anfragen sparen. |
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Auch bei Druckereien gibt es Aufträge wie in der Industrie, in der Kunden von der Großbestellung nur
Teilauflagen abnehmen, aber darauf bestehen, weitere Abrufe schnell produziert zu
bekommen. Das E-Business ermöglicht in solchen Fällen, die benötigten Teile für die
Nachproduktion im Lager oder bei den Lieferanten zu reservieren und auf Abruf sofort zu bekommen. |
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Als praktisches Beispiel für die erfolgreiche Nutzung des E-Business war Ingo Nowak anwesend. Sein Unternehmen
Köller + Nowak ist eine vollstufige Druckerei mit 12 Mitarbeitern und einem Umsatz
von knapp 2 Mio. Euro. In der Vorstufe arbeitet ein CtP-Belichter, der über den
Kodak-Prinergy-Workflow angesteuert wird und die Platten standardmäßig im FM-Staccato- Raster bebildert. |
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Durch das eingeführte E-Business kann Ingo Nowak rund 30 000 Euro pro Jahr einsparen. |
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Neben der Vernetzung mit seinen Kunden ist Köller + Nowak auch bereits intern vernetzt:
Seit April 2005 besteht eine JDF-Anbindung zwischen dem Prinergy-Vorstufen-
Workflow und dem im Hause eingesetzten HIFLEX-MIS-System. Gedruckt wird auf einer
Fünffarben SM 52 und einer Vierfarben SM 74. In der Weiterverarbeitung finden
sich Schneiden, Falzen und Sammelheften. Im Juni des Jahres besuchte Herr Eckhard
Bölke, Leiter des Instituts für rationale Unternehmensführung der Druckindustrie
e.V. (IRD), die Druckerei Köller + Nowak. Er kam, um eine Leistungsmessung durchzuführen.
Anlass war eine IRD-Fachtagung, auf der Köller + Nowak als »Best Practice«-
Anwender im Themenblock »Automatisierung durch E-Business« vorgestellt wurde.
Eine Behauptung, die der Institutsleiter mit objektiven Messzahlen belegen wollte |
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Ingo Nowak gab an, wie viel Prozent seiner Kunden die einzelnen Funktionen nutzen,
wobei viele Kunden auch auf mehrere Dienste zurückgreifen. Dann wurde anhand
der Zugriffsstatistik des Web-Servers ausgewertet, wie oft tatsächlich auf die einzelnen
Funktionen zugegriffen wurde. Eckhard Bölke bewertete im Folgenden,
worin die Ersparnis für Kunde und Druckerei liegt, und kam zu folgendem Schluss:
Multipliziert die absoluten Zugriffszahlen ergibt sich eine Zeitersparnis für die
Druckerei von 29,7 Stunden pro Monat zuzüglich der Kurierkosten. Beim 12-Mann-
Unternehmen Köller + Nowak summiert sich das immerhin auf 30 000 Euro pro Jahr.
Unabhängig von der Unternehmensgröße ist das eine Ersparnis von 1,67 % des Umsatzes.
Zusätzlich konnten die Durchlaufzeiten pro Auftrag um zwei Stunden reduziert werden |
»Wir betreiben unser Geschäftsmodell, das wir e-business@print getauft haben, seit Anfang
2002 und schaffen damit erkennbare Mehrwerte für unsere Kunden«, erklärt
Ingo Nowak. »Vorausgegangen war eine Investition in die Branchensoftware HIFLEX,
auf die ich damals über die Suchmaschine Google gestoßen bin. Ich war erstaunt, dass
dort im Herbst 2001 die E-Business-Funktion bereits im Gesamtkonzept enthalten
war.« Rückblickend fasst er zusammen: »Ohne unseren Einstieg ins E-Business
wären wir heute nicht so erfolgreich. EBusiness ist für uns heute nicht mehr wegzudenken.«
Deutliche Worte eines Druckunternehmers. |
Deutscher Drucker
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