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HIFLEX und MAN-Roland kooperieren bei der Druckhaus Berlin Mitte GmbH •
Creo, HIFLEX und KBA kommunizieren per Networked Graphic Production -
Im Februar 2003 wurde die weltweit erste JDF-Implementierung von HIFLEX
und MAN Roland bei der Druckhaus Berlin Mitte GmbH (DBM) installiert.
Jetzt liegen Praxis-Ergebnisse aus dem JDF Workflow vor. |
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Das Druckhaus
Berlin Mitte ist eine Bogen-Offset-Druckerei mit etwa 100 Mitarbeitern.
Fertigungsschwerpunkte sind Akzidenzen, Mailings, Plakate und
Bücher. Gedruckt wird auf zwei MAN Roland 700 im Format 74 x 104 cm,
einer MAN Roland 900 (100 x 140 cm) und einer Heidelberg Speedmaster (72
x 102 cm). In der Weiterverarbeitung verfügt man über diverse Falzmaschinen,
Mailingmaschinen, Sammelhefter und einen Klebebinder.
Der jetzt bei DBM vollzogenen Vernetzung der Produktion via JDF war
die Einführung der HIFLEX Produktionsplanung und Betriebsdatenerfassung
(BDE) vorausgegangen. Projektziel war es, die Effizienz der Auftragsvorbereitung
und Disposition zu verbessern. Insbesondere durch die Straffung der Organisation und
den Wegfall von nicht mehr notwendigen Produktions-Besprechungen zwischen Verkaufsinnendienst,
Disposition und Betriebsleitung konnten Kosten eingespart werden.
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»Durch die Einführung der HIFLEX Disposition haben wir jetzt ein wesentlich
präziseres Planungsinstrument zur Hand, durch das auch Kurzfrist-
Aktionen planbarer werden,« sagt Herbert Preißler, Geschäftsführer
des Druckhauses. »Das erfordert natürlich hohe technologische Disziplin
bei allen Beteiligten. Deshalb haben wir 2002 als Vorbereitung ein
integriertes Qualitäts- und Umweltmanagement im Unternehmen eingeführt.«
Die HIFLEX Disposition bildet dabei die Grundlage zur Vernetzung der
Produktion, denn die elektronische Plantafel ist zugleich das JDF-Steuerpult
im Produktionsablauf. Die HIFLEX-Branchensoftware ist das
führende System beim betrieblichen Datenaustausch via JDF, denn sie
steuert die gesamte Auftragsabwicklung. Sie überführt die technischen
Daten aus der Kalkulation in die Produktionsplanung und stellt
sie von dort der Produktion zur Maschinenvoreinstellung über JDF zur
Verfügung. Die Rückmeldungen aus der Produktion fließen in der Branchensoftware
in betriebswirtschaftliche Auswertungen und Statistiken
zum Auftrag ein. »Durch die direkte Betriebsdatenerfassung
konnten wir nicht nur eine halbe Kraft einsparen, wir haben
auch eine absolut zeitnahe Nachkalkulation und eine
genaue Übersicht über den Stand des Auftragsdurchlaufs,«
führt Preißler weiter aus. »Insgesamt werden dadurch unsere
Auskünfte gegenüber Kunden wesentlich schneller und präziser.«
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Bei der vollständigen Vernetzung der Druckerei ist JDF die Schlüsseltechnologie.
»Zur Ipex hatten wir es bereits angekündigt und nun haben wir es in die Tat umgesetzt: die erste
Kundeninstallation im Praxiseinsatz. Damit haben wir die nächste Stufe der Integration
gezündet«, sagt Christian Gugler, bei MAN Roland als Produktmanager PECOM verantwortlich.
MAN Roland ist einer der vier Initiatoren des JDF-Standards und Motor für die praktische Anwendung. »Wir
haben bei DBM unsere langjährigen Integrationserfahrungen eingebracht und folgen mit dieser JDF
basierten Installation konsequent unserer Überzeugung: Workflow-Software ist für die professionelle
Produktionsumgebung gedacht und muss sich in diesem Umfeld frühzeitig bewähren.« Vor der drupa 2004
sind eine Reihe weiterer Installationen mit verschiedenen Partnern geplant, so Christian Gugler.
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Grundlage für die an die Produktion zu übermittelnden Daten ist die in der Produktionsplanung
und -steuerung (HIFLEX Disposition als Prozessleitrechner) vorgenommene Festlegung der
Auftragsreihenfolge in Grob-, Anschluss- und Feinplanung. Die genaue Fertigungsbeschreibung
wird während der Kalkulation generiert. Bei Änderungen wird die Auftragskalkulation in eine
Produktionskalkulation überführt. Maschinen mit JDF-Interface erhalten Daten direkt vom
Prozessleitrechner. Die Rückmeldung erfolgt über die HIFLEX-Betriebsdatenerfassung (BDE).
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Das Schaubild oben (Vernetzungsmodell HIFLEX) verdeutlicht
den Datenaustausch zwischen der Branchensoftware HIFLEX und der Produktion bei DBM.
Den Effekt für seinen Betrieb fasst Herbert Preißler zusammen: »Durch
die JDF-Anbindung zwischen HIFLEX und MAN Roland sparen wir täglich
etwa drei Stunden Arbeit im Druckereibüro. Dabei werden etwa 90%
aller Aufträge ohne weitere Bearbeitung den MAN Roland Druckmaschinen
zur Verfügung gestellt. Durch diese Rationalisierung haben wir
einen wichtigen Wettbewerbsvorteil realisiert und zugleich die Voraussetzungen
geschaffen, die Terminforderungen unserer Kunden noch besser zu erfüllen. Im nächsten
Schritt wollen wir die Heidelberger Speedmaster und die Weiterverarbeitung
einbeziehen, um alle geeigneten Aufträge komplett mit JDF zu steuern.«
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Und auch HIFLEX will es nicht nur bei dieser Installation belassen: »Im
Juni haben wir bei einem Schweizer Kunden eine JDF-Anbindung an das
Prinergy System von Creo in Betrieb genommen – wir beschränken uns
also nicht nur auf Druckmaschinen-Anbindungen«, sagt Stefan Reichhart, Geschäftsführer
der HIFLEX GmbH. So hat HIFLEX inzwischen auch die JDF-Anbindung an Agfa’s Apogee3
sowie direkt an ApogeeX realisiert und die Lösung auf der GraphExpo
in Chicago Ende September gezeigt. »Mit MAN Roland sind bereits weitere
Installationen bei gemeinsamen Kunden noch in diesem Jahr geplant. Darüber hinaus realisieren
wir mit mehreren anderen CIP4-Mitgliedern noch vor der drupa zahlreiche weitere JDF-Anbindungen.«
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Neben der Vernetzung mit den Komponenten von MAN Roland kommuniziert HIFLEX auch mit dem Prepress-
Workflow von Creo und bietet den Austausch von Produktionsinformationen mit Druckmaschinen von KBA.
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HIFLEX ist Voll-Mitglied der CIP4-Organisation und engagiert sich in der Euprima
(European Print Managementsystem Association), der Initiative europäischer Hersteller von
Management-Informationsystemen, deren Ziel die Entwicklung von vernetzten Strukturen mit JDF ist.
Zudem engagiert sich HIFLEX zusammen mit Creo und weiteren Lieferanten wie Adobe, Koenig & Bauer
(KBA), Komori, Printcafe, Xerox und die Prism-Firmengruppe in der Networked Graphic Production (NGP),
der strategischen Initiative, die eine vollintegrierte, JDF-basierende Produktionsumgebung
schafft, in der alle Beteiligten des Gestaltungsund Herstellungsprozesses von Printprodukten
miteinander in Verbindung stehen. Dies reicht von der kreativen Idee und grafischen Gestaltung
bis zur Auslieferung und Fakturierung der fertigen Drucksachen.
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Über diese strategische Initiative erhalten die NGP-Partner und ihre
Kunden Zugang zu einer umfassenden Palette von integrierten Lösungen,
die den gesamten grafischen Produktionsprozess abdecken. Dabei leistet HIFLEX einen wertvollen
Beitrag zur nahtlosen Integration der Produktions-, Administrationsund Managementebene von
Druckereien. So entstehen in der NGP-Partnerschaft effiziente Lösungen, die helfen, die technischen
und wirtschaftlichen Herausforderungen zu meistern. »Das Engagement in der Networked
Graphic Production ist für uns sehr schlüssig, denn unsere Kunden können von den Synergieeffekten zwischen
unserem administrativen Workflow und dem technischen Creo-Workflow profitieren«, sagt
Thomas Reichhart, neben seinem Bruder Stefan Geschäftsführer des Aachener Unternehmens. »Diese
Vernetzung bringt so handfeste Vorteile, dass wir davon überzeugt sind, damit die Wettbewerbskraft unserer
Kunden entscheidend zu stärken,« ergänzt Thomas Reichhart.
Neben der Vernetzung mit den Prepress-Workflows von Creo hat HIFLEX auch den Austausch von
Produktionsinformationen mit Druckmaschinen von KBA realisiert. Der Umfang des HIFLEX
Print-Management-Informationssystems reicht dabei von der Kalkulation über den auftragsrelevanten
Schriftverkehr bis zur Nachkalkulation und der Erstellung von Statistiken.
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Die technische Anbindung an die Networked Graphic Production erfolgt durch bidirektionalen Echtzeit-
Datenaustausch zwischen HIFLEX Print und dem Creo Prinergy-Workflow-Management-System über die
Creo Synapse Link-Software. Über die offene JDF-Schnittstelle wird im Prinergy-Workflow automatisch ein
Auftrag (Job) angelegt, sobald der Sachbearbeiter ihn im Auftragsbuch definiert hat. Dadurch werden
Mehrfacheingaben ebenso vermieden wie Fehler oder Abweichungen infolge der Doppelerfassung.
In umgekehrter Richtung liefert Prinergy dem MIS während der Fertigung eines Auftrages ständig aktuelle
Produktionsinformationen wie Maschinenbelegungszeiten, Materialverbrauchsdaten, Job-Status oder
Art der ausgeführten Arbeiten (Erstarbeiten oder Änderungsarbeiten wie Autoren-Korrekturen). So ist die
Sachbearbeitung immer über den Auftragsfortschritt auf dem Laufenden und kann bei Rückfragen der
Kunden sofort kompetent Auskunft geben. Außerdem stehen auch der Produktionsplanung und -steuerung,
die das Produktionsplanungsmodul von HIFLEX Print nutzt, über die Plantafel stets authentische Informationen
über den Auftragsstatus und das Geschehen in den technischen Produktionsbereichen zur Verfügung.
Und nicht zuletzt sorgt die automatische Rückmeldung von Betriebsdaten und Produktionsereignissen aus
dem Prepress-Workflow dafür, dass alle tatsächlich angefallenen Kosten in die Nachkalkulation eines Auftrages
einfließen. Dazu Stefan Reichhart: »Da beispielsweise Autor-Korrekturen automatisch lückenlos erfasst und
belegbar protokolliert werden, gehen derartige Arbeiten nicht unter und können als Mehrleistungen in Rechnung
gestellt werden.« Statistische Auswertungen sorgen für eine einzigartige Transparenz in Bezug auf
die mit Vorstufenarbeiten verbundenen Kosten, Materialien und Zeiten. Die vollständige Erfassung aller Kosten
versetzt das Qualitätsmanagement in die Lage, Fehlleistungen zu reduzieren. So lassen sich unwirtschaftliche
Arbeiten identifizieren und geschäftliche Entscheidungen auf der Grundlage objektiver Daten treffen.
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Die JDF-gestützte Vernetzung der HIFLEX-Lösung mit dem Creo-Workflow wurde bereits im Mai anlässlich
des Creo-Kunden-Events bei KBA in Radebeul live demonstriert und war Gegenstand von Seminaren, die im
Juni 2003 in Deutschland und Österreich stattfanden. Mehrere gemeinsame Kunden beider Lieferanten sammeln
bereits praktische Erfahrungen mit der integrierten Lösung. Einer dieser Anwender ist die Kraft Druck und
Verlag GmbH in Ettlingen-Oberweier.
Werner Kraft, Geschäftsführer des Unternehmens mit mehr als 80 Beschäftigten über den Nutzen der
Networked Graphic Production für sein Haus und seine Kunden: »Effizienz und rationelle Abläufe haben für
uns im Verwaltungsbereich höchste Priorität. Gleichzeitig ist mir die Transparenz sehr wichtig. Jedem im
Unternehmen sollen jederzeit ohne große Nachfragerei aktuelle Informationen über den Status von Aufträgen
und Projekten zur Verfügung stehen. Schon aus diesem Grund ist die Verknüpfung des Creo-Workflows
mit HIFLEX für uns nützlich. Außerdem laufen bei uns viele komplexe Jobs in direktem Kontakt zwischen
Kunden,Werbeagenturen und unserer Druckvorstufe. Hier hilft die automatische Betriebsdaten-Rückmeldung,
dass ausgeführte Arbeiten und angefallene Kosten auftragsbezogen vollständig und korrekt verbucht werden.«
nico
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Druckmarkt ist ein Management-Magazin
der Printmedienbranche. Zielgruppe sind Unternehmer, Führungskräfte, Investitionsverantwortliche
und Entscheider. Artikel und Beiträge werden autonom recherchiert und sind meist exklusiv. Ausgewählte
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