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Der FUJIFILM XMF-Workflow in neuer Version PDF-Version:open as PDF / Pressmore Info
Workflows sorgen seit Jahren für Diskussionsstoff in der Druckvorstufe. Dabei werden von den digitalen Arbeitsabläufen längst auch Aufgaben erwartet, die weit über reine Prepress-Aufgaben hinausgehen. Stichworte sind zum Beispiel die bidirektionale Kommunikation mit Management Informations Systemen (MIS) oder das Ansteuern von unterschiedlichsten Ausgabeoptionen wie CtP- und Digitaldruck-Systemen oder Proofgeräten.
Ein Workflow ist heute die Synchronisation von Design und Druck, der Informationsaustausch mit der Administration und dem Management Information System, und nicht zuletzt ein flexibler Produktionsablauf für Ausgabesysteme unterschiedlicher Art. Bei den permanent steigenden Anforderungen an den Durchsatz, an Qualität und Geschwindigkeit ist ein professionelles, digitales Workflow-Management mehr denn je der Schlüssel für einen effizienten Arbeitsablauf und damit eine der entscheidenden Vorbedingungen für den wirtschaftlichen Erfolg von Druckereien.

Als Pionier in der Entwicklung digitaler Workflows bietet Fujifilm bereits seit Beginn der 90er Jahre RIP-Technologien an, entwickelte daraus Workflow-Lösungen, die mit dem JDF-basierten XMF-Workflowin eine State-of-the-Art-Lösung mündeten. Mit dem seit 2007 in der Praxis eingeführten digitalen XMF-Workflow hat Fujifilm die Arbeitsabläufe in Vorstufe und Druck auf eine neue Ebene gehoben. Es handelt es sich um einen Arbeitsfluss, in den Kreative genau so intergriert sind wie Sachbearbeitung, Vorstufe, Digitaldruck und konventioneller Offsetdruck. Die Tatsache, dass Fujifilm innerhalb dieses Workflow-Systems stets die Adobe PDF Print Engine (APPE) einsetzt, macht deutlich, dass dieses Produkt nichts mehr mit herkömmlichen - am PostScript-RIP orientierten - Lösungen zu tun hat. Aufgebaut auf Industrie-Standards und als erster Workflow auf dem Markt mit einer reinen JDF-Architektur versehen, bescherte der XMF-Workflow den Anwendern bereits in seiner ersten Version eine neue Plattform für Flexibilität und Bedienerfreundlichkeit, mit der Produktivität, Effizienz und Qualität spürbar gesteigert werden konnten.


Der Fujifilm XMF-Workflow ist eine skalierbare Lösung, die von der "Single Box" zur "Multibox" erweitert werden kann.
Damit sind auch wachsende Performance-Anforderungen einfach zu realisieren.



XMF Version 2.0: Update mit erheblichen Erweiterungen verfügbar

Jetzt ist das Update V2.0 für den Fujifilm XMF-Workflow, das Fujifilm zur drupa 2008 angekündigt hatte, verfügbar und bereits bei über 40 Anwenderbetrieben in Deutschland installiert (europaweit gibt es mehr als 120 XMF-Anwender).
Im Hiflex MIS wird mit der Kalkulation bereits das
Ausschießmuster erzeugt, das für weitere Schritte eingesetzt wird.
Nach Auswahl des entsprechenden Servers werden die JDF Stripping-Parameter an XMF gesendet.
Im XMF-Workflow kommt der so definierte Auftrag an: Merfacherfassungen sind nicht mehr notwendig.
Die Version 2.0 ist ein kostenloses Upgrade für existierende XMF-Kunden. Fujifilm XMF V2.0 ist ein PreMedia-Workflow mit Cross-Media-Architektur, der für die heutigen und zukünftigen Anforderungen von Unternehmen der Druck- und Medienindustrie konzipiert ist und der aufgrund seiner offenen und skalierbaren Architektur eine zukunftssichere Investition darstellt. XMF ist modular aufgebaut, so dass Anwender eine Konfiguration nach ihren individuellen Bedürfnissen zusammenstellen können. Diese können später erweitert werden, wenn es produktionstechnisch notwendig wird. Fujifilm XMF hat eine auf dem JDF-Standard basierende Architektur, benutzt den Adobe Normalizer und weltweit als erster kommerziell verfügbare Workflow die Adobe PDF Print Engine in ihrer zweiten und aktuellsten Version für die native PDF-Verarbeitung.

Das Update verfügt über eine Reihe von neuen und erweiterten Möglichkeiten. Hierzu gehören der Support für Hiflex MIS-Systeme, PDF Layer Support, Sprachwechsel (Versioning), Rendered-PDF-Export (vor allem für Anwendungen im Digitaldruck), Unterstützung für 3rd-Party-Workflowsysteme, einfache Plattenwiederholungen, Verbesserungen und Erweiterungen der integrierten Ausschieß-Software sowie die Unterstützung der HPZ-Druckerserie. Mit dem Release von XMF V2.0 führt Fujifilm außerdem den Annual Maintenance Licence-Update-Vertrag (AML) ein. Dieser Update-Vertrag gewährleistet dem Kunden eine fortlaufende Softwareentwicklung und somit eine Sicherung seiner Investition.

MIS, JDF und ICS

Was in den Jahren ab 2002 im Zusammenhang mit dem Job Definition Format JDF noch mühsam zu kommunizieren war, lässt sich heute relativ einfach zusammenfassen: Druckereien wollen den Automatisierungsgrad erhöhen, sie wollen die "wahren" Kosten ihrer Aufträge kennen, wollen wissen, wie sie die Effizienz ihrer Produktion weiter steigern können und verlangen weniger Fehler und Makulatur in der Produktion. Dazu ist eine JDF fähige Workflowlösung notwendig - im Idealfall bidirektional mit einem MIS kommunizierend.

Eines der Hauptziele von JDF war und ist es, den Aufwand bei der datentechnischen Integration von Produktionssystemen unterschiedlicher Hersteller in der grafischen Industrie zu minimieren. JDF bietet deshalb dafür ein riesiges Potenzial. Dies gilt aber nur, wenn sich alle Produkte, die miteinander kommunizieren sollen, auch an vereinbarte Spielregeln halten. Dabei reicht die gleiche Sprache alleine nicht aus. Missverständnisse wären auch dann vorhersehbar, wenn zwar die gleiche Sprache, jedoch eine unterschiedliche Grammatik verwendet würden. Um die JDF-Praxistauglichkeit zu gewährleisten, hat die CIP4-Organisation sogenannte ICS-Dokumente. ICS-Dokumente (Interoperability Conformance Specification = Spezifikation für die Durchführbarkeit) orientieren sich an typischen Integrationsszenarien, definieren eine anwendungsbezogene Auswahl auszutauschender Informationen zwischen zwei Systemen und stellen Regeln auf, die für das Zusammenspiel der Partnerprodukte tatsächlich relevant sind.

Denn während JDF den Informationsaustausch theoretisch zwischen allen denkbaren Arbeitsstationen erlaubt, kann das in der Praxis unter Umständen wenig sinnvoll sein, wenn Geräte völlig unterschiedlicher Natur miteinander kommunizieren sollen. Ein Arbeitsplatz für das Trapping wird wohl niemals Daten mit der Steuerung einer Falzmaschine austauschen. Aus diesem Grunde gibt es mehrere ICS-Dokumente, von denen jedes die Spielregeln bestimmter Teilbereiche der Produktion beschreibt. Dabei werden nicht nur die typischen Geräteklassen, sondern auch die Informationen festgelegt, die für sinnvolle Abläufe erforderlich sind. Zurzeit gibt es neben einem allgemeinen ICS-Dokument mehrere spezielle Varianten für Management Informationssysteme, für die Kopplung von MIS und Prepress, MIS zum konventionellen Druck und zum Digitaldruck sowie zur Weiterverarbeitung, die CIP4-Zertifizierung von Produkten und die Durchführung regelmäßiger Integrationstests eingeführt.

JDF-zertifiziertes MIS

XMF V2 unterstützt den JDF-basierenden Workflow, ausgehend vom Hiflex MIS. Warum Hiflex? "Es gibt viele Hersteller mit einem unterschiedlichen Level der Integration. Wir brauchen aber die Bereitschaft, Ressourcen und eine gute technische Unterstützung, um mit einem ICS und JDF-konformen Systemen zu kommunizieren. Hiflex ist das einzige von der CIP4 zertifizierte MIS, das alle existierenden ICS erfüllt. Deshalb unterstützen wir offiziell Hiflex als erstes MIS im Production-Level", so Falko Wagner, Systemspezialist bei Fujifilm Deutschland. Neben Hiflex wird auch das MIS Optimus unterstützt. Systeme anderer Hersteller werden folgen.

Das Hiflex MIS wurde im Mai 2008 als eines der ersten Management Informationssysteme weltweit von der CIP4-Organisation (International Cooperation for the Integration of the Processes in Prepress, Press and Postpress Organization) und PIA/GATF (Printing Industries of America/Graphic Arts Technical Foundation) zertifiziert. Zertifizierte JDF-fähige Software entspricht den Richtlinien für Interoperabilität und erhält das Prüfzeichen "JDF Certified".

Produktionsoptimierter Workflow

Welche Bedeutung dies für den digitalen Workflow hat, wird am Praxis-Beispiel deutlich. Um fundierte Angebote und Vorkalkulationen zu liefern, müssen im MIS alle Informationen über die betriebstypischen Maschinen und Workflows hinterlegt sein. Dies gilt nicht nur für Maschinenformate oder Produktspezifikationen, sondern auch für das Ausschießen. So werden vom MIS Ausschieß-Informationen, sogenannte "JDF Stripping-Parameter", generiert und exportiert. Dies ermöglicht das automatische Ausschießen und das flexible Erzeugen und Editieren von Imposition-Templates. Dazu bietet XMF V2.0 eine verbesserte Integration von Management Information Systemen für einen automatischen und produktionsoptimierten Ausgabeworkflow. In einem ersten Schritt steht dies Anwendern des Hiflex MIS zur Verfügung. XMF kann jetzt einen JDF-Job und die entsprechenden Ausschießparameter aus Hiflex entgegennehmen und daraus einen kompletten Produktionsjob erzeugen sowie um Kontrollelemente ergänzen. XMF sendet dann Produktionsdaten im JMF-Format an das MIS zurück. Diese Daten werden zum Beispiel zur Nachkalkulation vom MIS aus gewertet und betriebswirtschaftlich genutzt. Sind die Ergänzungen jedoch produktionsrelevant, werden entsprechende Informationen an Druck und Weiterverarbeitung weitergegeben.

Die native JDF-Lösung macht die JDF-Eingabe via Desktop oder MIS zur Realität und bietet alle Werkzeuge zur automatischen Job-Verarbeitung. Die interne JDF-Architektur des Fujifilm XMF-Workflows sichert in diesem Zusammenhang ein effizientes und exaktes Datei-Handling sowie die entsprechende Verarbeitung.




Ausschießen, Bundverdrängung und Druckmaschinenwechsel

Neben der automatischen Template-Generierung durch das MIS und den JDF Stripping-Parametern ermöglicht der integrierte JDF-Imposition-Server das Erstellen und Editieren von Imposition-Templates direkt im Workflow. Der integrierte Imposition-Server hat den Vorteil, dass keine zusätzlichen Kosten für Ausschieß-Software entstehen und dass eine unlimitierte Anzahl an Client-Arbeitsplätzen auf den Server zugreifen können. XMF V2.0 unterstützt jetzt zudem "Sheet Templates". So können einzelne Druckbögen als Vorlage gespeichert werden. Wird ein Job erstellt, lassen sich aus den Druckbogenvorlagen die benötigten Vorlagen schnell und einfach auswählen. Innerhalb der Vorlagen kann nach bestimmten Kriterien gefiltert werden (zum Beispiel Druckmaschine, Seitenformat, Druckbogenformat etc.). Das macht weniger Varianten erforderlich und ermöglicht ein einfaches und schnelles Erstellen von komplexen Montagen.

Weitere Neuheiten sind die erweiterte Textmarkenoption (acht Textmarken sind anwählbar), das Skalieren von Seiten für die Bundverdrängung und das Ausschießen dieser Seiten. So genannte Press Streams ermöglichen zudem die schnelle Ausgabe auf Druckmaschinen unterschiedlichster Formate. Dabei ist das Zuweisen der Daten über die flexiblen Imposition-Templates einfach zu handhaben und ermöglicht damit den schnellen Druckmaschinenwechsel


Flexible Imposition-Templates erlauben das schnelle Aufbauen unterschiedlicher Ausschieß-Formen - beispielsweise für die zwei oder achtseitige Ausgabe. Extreme Flexibilität beim Druckmaschinenwechsel (untenstehende Abbildung): Quasiper Tastenanschlag werden durch die sogenannten Streeming-Templates aus einer Achtseiten-Form zwei Vierseiter. Dabei werdenMarken und Kontrollelemente automatischgeneriert.



Versioning (Multiburn)

Integraler Bestandteil von XMF V2.0 ist die Unterstützung der PDF-Layer-Technologie, die beispielsweise variable Inhalte und Mehrsprachenunterstützung in einem Dokument ermöglicht. In einem eigenen Viewer können die einzelnen Bestandteile nun editiert, gruppiert und vor dem Rippen und der Ausgabe kontrolliert werden. Die neue Versioning-Option erlaubt das Erstellen multilingualer Versionen einer Drucksache oder variable Inhalte für den digitalen Druck. XMF V2.0 unterstützt solche Jobs durch entsprechende Versioning-Werkzeuge. Mit dieser Funktion lassen sich auch Lackformen und Stanzlinien generieren.

"Unique ID" für Druckplattenausgabe

Für eine Druckproduktion ohne zeitgleich anwesende Mitarbeiter der Vorstufe ist die erneute Belichtung einer Druckplatte ohne Workflow-Kenntnisse möglich. XMF V2.0 bietet die einfache Wiederholung der Ausgabe über die "Unique ID". Wird diese innerhalb der Textmarke (Proofs oder Platte) aktiviert, wird eine "Unique ID" in die Textmarke des Farbauszuges gerendert. Muss eine Druckplatte wiederholt werden, kann diese sehr einfach in der Job-Queue identifiziert und belichtet werden.

Digitaldruck

Der Workflow bietet zudem eine verbesserte Digitaldruck-Integration durch die so genannte Rasterized-PDF-Ausgabe und den Digital-Press-Link. Unterstützt werden vor allem die Digitaldrucklösungen aus der Angebotspalette von Fujifilm Deutschland: Xerox-Systeme und Maschinen von HP Indigo. Die Adobe PDF Print Engine interpretiert CMYK- und Spotfarben in einer PDF-Datei, die quasi jeder Digitaldruck-Controller verarbeiten kann. Dabei ist die Auflösung frei wählbar und eine Antialiasing-Funktion unterstützt eine guteStrichwiedergabe.

Verschiedene Proof-Varianten

Ein integrierter Viewer liefert Contone und Bitmap-Ansichten sowie einen 3D-Proof des Auftrages. Der Pre/Post-RIP-Vergleich ermöglicht damit eine schnelle Seitenfreigabe. Der 3D-Proof kann als "jar" (Java) Datei exportiert werden und separat an Kunden als Ansichtsmuster versendet werden. Dabei sind inzwischen weitere Features wie das Simulieren von Lack und anderen Veredelungsarten möglich. Die Remote-Option (Soft-Proof) für den schnelleren Freigabeprozess zwischen Druckerei und dem Kunden ist vollständig integriert in XMF V2.0. XMF bietet aber auch die Wahlmöglichkeit zwischen ROOM- oder RIP-Proof für eine Vielzahl unterstützter Proofsysteme. Beim ROOM-Proof handelt es sich um einen 100% inhaltskonformen Proof, da hier die gleichen Daten verarbeitet werden, wie sie zur Belichtung bereitgestellt werden.

Mit XMF V2.0 werden nun auch Drucker der HP DesignJet-Reihe (Z2100 8-Color und HP DesignJet Z3100 12-Color) unterstützt. Die RGB 32bit-Ansteuerung mit HP-eigenen Profilen für entsprechende Medien macht keine Profilierung über den XMF Media Profiler nötig. XMF steuert nur Auflösung, Qualität, Gloss Enhancer.

Ein modulares Produkt für unterschiedliche Anforderungen

Der Anwender hat die Wahl zwischen einer Vielzahl von Optionen für unterschiedliche Anforderungen. Fujifilm bietet daher den RIP "XMF Processor", das PDF-Frontend "XMF Prepare", das PDF Frontend plus JDF-Imposition "XMF Producer" oder den vollständigen Workflow "XMF Complete" optional mit der Online-Freigabe "XMF Remote".

XMF Processor

XMF Processor ist ein nativer PDF- und JDF-RIP. XMF Processor bietet die Implementierung der aktuellen APPE-Technologie. Anwender dieses XMF-Moduls sind kleinere Druckvorstufenbetriebe oder Druckereien, die eine kleine Lösung suchen, um schnell, effizient und verbindlich den aktuellen Adobe PDF-Standard zu verarbeiten. Transparente Objekte werden nativ verarbeitet, die Ausgabe und das Design sind identisch. XMF Processor hat eine leicht zu bedienende Oberfläche mit einfachem Job-Management und Job-Eingabe. Der integrierte Adobe Normalizer erlaubt die Konvertierung von Postscript zu PDF mit Dokumenten-Farbmanagement und anderen Optionen. Optional sind Preflight, Trapping, JDF-Import und PDFExport verfügbar. XMF Processor 4up und 8up Bundles enthalten immer einen Ausgabe- und Proofer-Treiber.

XMF Prepare

XMF Prepare ist eine Lösung für das Erzeugen von Print-Ready-PDF-Dateien und enthält alle XMF-PDF-Features, jedoch keinen integrierten APPE-RIP. XMF Prepare liefert druckfertige Einzel-PDFs in einen Export-Ordner. Von dort können sie versendet, in eine Ausschießsoftware geladen oder in einem 3rd-Party-RIP verarbeitet werden. Anwendung findet XMF Prepare in Vorstufenbetrieben, die bereits eine RIP-Lösung haben und eine automatisierte PDF-Erzeugung benötigen.

XMF Producer

XMF Producer bietet Kunden XMF Prepare zusammen mit der aktuellen JDF Imposition-Technologie. XMF Producer beinhaltet eine uneingeschränkte Anzahl von Ausschieß- und Workflow-Clients und erlaubt es zeitgleich mehreren Anwendern, einzelne oder ausgeschossene PDF-Dateien zu erzeugen. Zudem lassen sich mit XMF Producer JDF-Imposition-Templates unterstützten und Imposition-Applikationen importieren und editieren.

Vorhandene Template-Bibliotheken können so leicht migriert werden. XMF Producer ist die Lösung für Vorstu - fen-Betriebe und Druckereien, die nach einer PDF-basierenden Ausschießlösung suchen, um sie in eine existierende RIPLösung zu integrieren. XMF Prepare kann aber auch als separate PDF-Lösung zur Erzeugung druckfertiger, ausgeschossener PDF-Dateien für die Weitergabe an andere RIP-Systeme eingesetzt werden.

XMF Complete XMF Complete ist eine voll skalierbare Workflow Lösung, welche die Stärken des Adobe APPE-RIP, der XMF-PDF-Werkzeuge und einem integrierten, JDF-basierendem Ausschießen kombiniert. Die XMF Cross-Media-Architektur macht XMF Complete zur idealen Wahl für Druckereien, die Wert auf aktuelle Workflow-Technologie legen und Offset- sowie Digitaldruck in einem Workflow integrieren möchten. Betriebe mit mehreren Druckmaschinen inklusive Digitaldruck können Änderungen in der Maschinenbelegung einfach organisieren, ohne den Workflow zu verlassen. Eine unbegrenzte Anzahl von Workflow und Ausschieß-Clients bietet Kostenersparnis gegenüber Einzelplatz lizenzen. XMF Complete enthält die aktuelle Adobe PDF Print Engine, die die akkurate und effiziente Verarbeitung des aktuellen PDF-Standards garantiert. Eine Besonderheit bei XMF Complete ist zu dem die Bahnverzugskompensation, die für verschiedene Druckmaschinen mit der entsprechenden Konfiguration hinterlegt werden kann und die Kompensationen pro Druckwerk möglichmacht.

XMF 4up Workflow

Der XMF 4up Workflow ist eine Variante von XMF Complete speziell für den 4-Seiten-Markt (B2). Obwohl das Modul auf XMF Complete basiert, gibt es einige Unterschiede in der Funktionalität: Trapping ist nicht enthalten, JDF-Stripping und Layout-Imposition ist auf B2 (830 mm x 830 mm) limitiert, ebenso ist die Ausgabe und ein Proof ausgeschossener Jobs, die mit XMF erstellt wurden, auf B2 limitiert. Dafür stehen 4up-Proofer-Treiber und Output-Treiber zur Verfügung. Es werden ein Imposition-Client und fünf PDF-Viewer-Clients unterstützt (zusätzliche Clients können hinzugefügt werden). Das Modul beinhaltet jedoch weder Acrobat noch Pitstop. Proof- und Druckplattenausgabe von ausgeschossenen PDFs, die außerhalb von XMF erstellt wurden, sind nicht limitiert (zum Beispiel 8up-PDF-Imposition aus Preps), wenn ein 8up- Proofer- und Output-Treiber lizenziert wurde. Ein Upgrade von Celebrant Lite Extreme auf XMF 4up ist nun auch verfügbar.

XMF Remote

XMF Remote ist eine Online-Lösung für den Freigabeprozess, die vollständig in XMF Complete integriert ist. Von in der APPE gerenderten PDF-Daten werden direkt aus XMF Complete auf den XMFRemote-Server geladen. Anwender werden über E-Mail und/oder SMS informiert, wenn Seiten auf ihre Freigabe warten. Der Freigabestatus wird in XMF aktuell dargestellt. So haben Mitarbeiter der Druckvorstufe eine bessere Übersicht über die Termineineinhaltung eines Auftrages.

Gateway und Migration Path

Für eine Gateway-Lösung sollte Celebrant Gateway weiterhin verwendet werden, da noch kein spezielles XMF-Gateway existiert. Für Celebrant-Produkte gibt es einen Migration Path hin zu XMF-Modulen. Auch spezielle Celebrant-Optionen können transferiert werden.

Fazit

Als PDF-Workflow mit der neuesten Version 2 der Adobe PDF Print Engine sorgt Fujifilm XMF für ein schnelles und effizientes Verarbeiten von PDF-Dateien. XMF bietet dabei die native Unterstützung für aktuelle Adobe-Features. Das bedeutet schnelles und präzises Verarbeiten von Adobe CS-Dokumenten. Die JDF-Auftragstasche bietet eine flexible Umgebung zur Organisation des Auftrages und ermöglicht Änderungen bis kurz vor der Ausgabe. Die innovative Benutzeroberfläche erlaubt generell eine einfache und leichte Steuerung des Workflows. Die unlimitierte Anzahl von Mac und PC Workflow-Clients (XMF Complete) ermöglichen den Zugang zu Auftragsinformationen für so viele Nutzer, wie notwendig sind. Außerdem ist es möglich, das XMF-System durch Hinzufügen zusätzlicher RIPs/PCs zu erweitern.


Quelle: FUJI FILM newsline (Heft 23 - März 2009)