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DBM: JDF: der Schlüssel zur Vernetzung PDF-Version:als PDF öffnen / Pressestimmenmehr Info
Im Februar 2003 hat die Druckhaus Berlin Mitte GmbH (DBM) die erste JDF-Installation weltweit in Betrieb genommen und damit zugleich Maßstäbe der JDF-Vernetzung gesetzt. Möglich wurde diese Premiere durch die enge Zusammenarbeit des Branchensoftwareanbieters HIFLEX und MAN Roland. Der Effekt: Zeitersparnis, höhere Datenqualität und ein dramatischer Anstieg der effektiven Fortdruckzeit.

Herbert Preissler  
Geschäftsführer und JDF Pionier Herbert Preißler

Geschäftsführer Herbert Preißler sagt: "Durch den Einsatz der HIFLEX Disposition, der HIFLEX BDE und der HIFLEX JDF Anbindung zu unseren MAN Roland Druckmaschinen könnten wir die effektive Produktivität um 7% steigern. Trotz der schlechten Marktpreise lässt sich so noch Geld verdienen. Eine Druckerei mit konventionellem Produktionsablauf, also ohne JDF, wird auf lange Sicht nicht konkurrenzfähig bleiben."

Die Druckhaus Berlin Mitte GmbH (DBM) ist eine moderne Bogen-Offset-Druckerei mit ca. 100 Mitarbeitern. Fertigungsschwerpunkte sind Akzidenzen, Mailings, Plakate und Bücher. Ein PDF-Workflow ist vorhanden. Gedruckt wird auf zwei MAN Roland 700 (74x104 cm), einer MAN Roland 900 (100x140 cm) und einer Heidelberg Speedmaster (72x102 cm). In der Weiterverarbeitung verfügt man über diverse Falzmaschinen, Mailingmaschinen, Sammelhefter und einen Klebebinder.

Kosteneinsparungen
Der jetzt bei DBM vollzogenen Vernetzung der Produktion via JDF war die Einführung der HIFLEX Produktionsplanung und der HIFLEX Betriebsdatenerfassung (BDE) vorausgegangen. Projektziel war es dabei die Effizienz in der Auftragsvorbereitung und Disposition wesentlich zu verbessern. Insbesondere durch die Straffung der Organisation und den Wegfall von nicht notwendigen Produktions-Besprechungen zwischen Verkaufsinnendienst und Disposition / Betriebsleitung konnten Kosten eingespart werden.

"Durch die Einführung der HIFLEX Disposition haben wir jetzt ein wesentlich präziseres Planungsinstrument zur Hand, durch das auch Kurzfrist-Aktionen planbarer werden.", sagt Herbert Preißler, Geschäftsführer der Druckhaus Berlin Mitte GmbH. "Das erfordert natürlich hohe technologische Disziplin bei allen Beteiligten. Deshalb haben wir in 2002 als Vorbereitung ein integriertes Qualitäts- und Umweltmanagement im Unternehmen eingeführt, welches im Juli 2003 bestätigt wurde."

Auftragsvorbereitung  
Durch die genauere und schneller Auftragsvorbereitung verkürzen sich für den Drucker die Rüstzeiten an der Maschine

"Unser Engagement hinsichtlich JDF ist für uns sehr schlüssig, denn unsere Kunden können erheblich von den Synergieeffekten, die ein mehrstufiger Produktionsprozess bereithält, profitieren", sagt Stefan Reichhart, Geschäftsführer der HIFLEX GmbH. "Die JDF Vernetzung bringt so handfeste Vorteile, dass wir davon überzeugt sind, damit die Wettbewerbskraft unserer Kunden entscheidend zu stärken."

Präzise Informationen
Die HIFLEX Disposition bildet dabei die Grundlage zur Vernetzung der Produktion, denn die elektronische Plantafel ist zugleich das JDF Steuerpult im Produktionsablauf. Grundsätzlich gilt: die Branchensoftware ist das führende System beim gesamtbetrieblichen Datenaustausch via JDF, denn sie steuert die gesamte Auftragsabwicklung. Sie überführt die technischen Daten aus der Kalkulation in die Produktionsplanung und stellt sie von dort der Produktion zur Maschinenvoreinstellung über JDF zur Verfügung. Die Rückmeldungen aus der Produktion fließen in der Branchensoftware in betriebswirtschaftliche Auswertungen und Statistiken zum Auftrag ein.

MAN Roland 900  
Seit der JDF-Vernetzung kommen pro Tag mehr Bogen aus der Auslage der Vierfarben-MAN Roland 900

"Durch die direkte Betriebsdatenerfassung konnten wir nicht nur eine halbe Kraft einsparen, wir haben auch eine absolut zeitnahe Nachkalkulation und eine genaue Übersicht über den Stand des Auftragsdurchlaufs.", sagt Herbert Preißler weiter. "Insgesamt werden dadurch unsere Auskünfte gegenüber Kunden wesentlich schneller und präziser."

JDF-vernetzten MAN Roland 700  
Eine der beiden JDF-vernetzten MAN Roland 700 im Drucksaal der Druckhaus Berlin Mitte GmbH

Grundlage für die an die Produktion zu übermittelnden Daten ist die in der Produktionsplanung und -steuerung (PPS = HIFLEX Disposition als Prozessleitrechner) vorgenommene Festlegung der Auftragsreihenfolge in den Stufen der Grob-, Anschluss- und Feinplanung. Die genaue Fertigungsbeschreibung wird im Rahmen der Kalkulation generiert. Bei kurzfristigen Änderungen wird ggf. die Auftragskalkulation in eine Produktionskalkulation überführt. Maschinen, die über eine JDF-Schnittstelle verfügen, erhalten ihre Daten direkt vom Prozessleitrechner. Die Rückmeldung erfolgt über die Betriebsdatenerfassung (BDE = HIFLEX BDE).

Bei der vollständigen Vernetzung der Druckerei ist JDF die Schlüsseltechnologie. "Zur IPEX hatten wir es bereits angekündigt und nun haben wir es in die Tat umgesetzt: die erste Kundeninstallation im Praxiseinsatz. Damit haben wir die nächste Stufe der Integration gezündet", sagt Christian Gugler, Produktmanager PECOM bei MAN Roland. MAN Roland ist einer der vier Initiatoren des JDF-Standards und ein Motor für seine praktische Anwendung. "Wir haben bei DBM unsere langjährigen Integrationserfahrungen eingebracht und folgen mit dieser JDF basierten Installation konsequent unserer Überzeugung: Workflow-Software ist für die professionelle Produktionsumgebung gedacht und muss sich in diesem Umfeld frühzeitig bewähren."

Wettbewerbsvorteile

Das Druckhaus  
Das 1992 gegründete Druckhaus hat seinen Sitz im traditionsreichen Mosse-Zentrum im Herzen Berlins

"Unser Engagement hinsichtlich JDF ist für uns sehr schlüssig, denn unsere Kunden können erheblich von den Synergieeffekten, die ein mehrstufiger Produktionsprozess bereithält, profitieren", sagt Stefan Reichhart, Geschäftsführer der HIFLEX GmbH. "Die JDF Vernetzung bringt so handfeste Vorteile, dass wir davon überzeugt sind, damit die Wettbewerbskraft unserer Kunden entscheidend zu stärken."

HIFLEX screenshot  
Die Abbildung zeigt die Planung der Auftragsreihenfolge in der HIFLEX-Disposition, die zugleich als JDF-Controller fungiert.

HIFLEX unterstützt die nahtlose Verknüpfung der betriebswirtschaftlich-administrativen Systeme der Druckereiverwaltung mit den Produktionssystemen in Druckvorstufe, Druck und Weiterverarbeitung. Der Leistungsumfang der HIFLEX® Branchensoftware reicht von der Kalkulation über den auftragsrelevanten Schriftverkehr bis zur Nachkalkulation und der Erstellung von Statistiken. Zudem sind die Bereiche Materialwirtschaft, Produktionsplanung und -steuerung samt Betriebsdatenerfassung, JDF/CIP4-Anbindung und E-Business integriert. Neben dem JDF-Datenaustausch mit Druckmaschinen bei DBM hat HIFLEX bereits JDF-Anbindungen an die Vorstufe und die Weiterverarbeitung in diversen Kundeninstallationen realisiert.

JDF-Verbindungsschema  
Das Schaubild (Vernetzungsmodell HIFLEX / Euprima) verdeutlicht den Datenaustausch zwischen der Branchensoftware HIFLEX und der Produktion bei DBM.

Den Effekt für seinen Betrieb fasst Herbert Preißler (DBM) kurz zusammen: "Durch die JDF Anbindung zwischen HIFLEX und MAN Roland sparen wir täglich etwa drei Stunden Arbeit im Druckereibüro. Dabei werden ca. 90% aller Aufträge ohne weitere Bearbeitung den MAN Roland Druckmaschinen zur Verfügung gestellt. Durch diese Rationalisierung haben wir einen wichtigen Wettbewerbsvorteil realisiert und zugleich die Voraussetzungen geschaffen noch besser die Terminforderungen unserer Kunden zu erfüllen. Im nächsten Schritt wollen wir die Heidelberger Speedmaster und die Weiterverarbeitung einbeziehen, um alle geeigneten Aufträge komplett mit JDF zu steuern."